Mai 28, 2014
mandarinenfalter

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„Cajun“ Eintopf – Huhn, Salsiccia, Bacon und viel Gemüse… der ganz normale Wahnsinn…

Cajun Chicken I

Ich bin leider dazu ausersehen mantraartig immer wieder Geschichten vom Autofahren und Nicht-Autofahren zu erzählen… etwa so wie Bill Murray in „Und täglich grüßt das Murmeltier“ den immer gleichen Tag in einer Endlosschleife durchleben muss. Ich entschuldige mich bereits jetzt dafür, dass auch heute wieder einer dieser Tage ist, sage aber auch gleich, dass ich mich leider außerstande sehe, etwas dagegen zu unternehmen.

Ihr könnt euch nicht vorstelen wie viele tausend Geschichten ich jeden Tag auf meiner Fahrt zur und von der Arbeit weg erlebe. Ehrlich… ich könnte ganze Bücher darüber schreiben. „Geschichten aus der Blechlawine“ oder so ähnlich.

Meistens geht es bereits los, wenn ich kaum zwanzig Meter zurückgelegt habe. In der Stadt kann man nämlich eine spezielle Autofahrerart hautnah erleben (es ist wie eine Safari). Der so genannte Grün-Ampel-Bremser ist (nach meinen jahrelangen Studien) etwa in jedem dreissigsten Auto zu finden. Kaum erblickt er eine grüne Ampel verringert er das Tempo stetig pro zurückgelegtem Meter, getrieben von der ewigen Hoffnung, dass die Lichter von Grün auf Rot umspringen mögen. Ich habe bereits Grün-Ampel-Bremser erlebt, die kurz vor der Lichtzeichenanlage bei etwa 25 kmh angelangt sind. Ich gehe davon aus, dass es der Erwähnung nicht bedarf, dass diese Spezies sich bei allen anderen Autofahrern höchster Beliebtheit erfreut!

Etwa genau so gern mag ich übrigens die jungen Herren (etwa 18 – 25 Jahre alt, optisch gern auch deutlich jünger), die neben mir an der Ampel zu stehen kommen und dann den Motor aufheulen lassen. Sobald diese dann von Rot auf Grün umspringt, geben sie Gummi, dass man die Reifenabdrücke bis Nordchina erkennen kann. Während ich gemütlich losfahre und ihnen dabei zusehen, wie sie dieses Ampelrennen gegen keinen Geringeren als sich selbst gewinnen. Herzlichen Glückwunsch… eine einmalige Leistung… vor uns sehen wir den neuen Formel1-Sieger. Ich treffe diese Herren übrigens zu 95 Prozent an der nächsten Ampel wieder… wen wundert es bei dem Verkehr? Ich grinse und sie tun so als ob sie mich noch nie gesehen hätten. Vermutlich Gedächtnisverlust duch Geschwindigkeitsrausch.

So könnte ich noch stundenlang weitermachen, aber eigentlich wollen wir ja zum Star des heutigen Tages kommen und deshalb ohne weitere Verzögerungen… hier ist es!

 

Cajun Chicken III

Zutaten für 4 Personen:

350 Gramm Hühnchenbrust, in Würfel geschnitten
150 Gramm scharfe Salsiccia, in Ringe geschnitten
3 Stangen Staudensellerie, geputzt und in feine Ringe geschnitten
1 Bund Fühlingszwiebeln in Ringe geschnitten (weiße und grüne Teile separat)
100 Gramm Bacon, in Würfel geschnitten
1 gelbe Paprika, geputzt und in feine Stücke geschnitten
1 rote Paprika, geputzt und in feine Stücke geschnitten
1 – 2 große Knoblauchzehen, ohne Schale, fein gehackt
2 EL Pflanzenöl
2 – 3 gehäufte EL Mehl
500 ml Hühnerbrühe
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Paprika, edelsüß
Worcestershire Sauce

Zubereitung:

Eine Pfanne auf den Herd geben und den Bacon bei mittlerer Hitze für etwa 10 Minuten braten bis er kross ist. Mit einem Schaumlöffel den Bacon herausnehmen (das ausgetretene Fett soll in der Pfanne bleiben) und beiseite geben, er wird später noch gebraucht.

Das Pflanzenöl in die Pfanne geben und die weißen Teile der Frühlingszwiebeln, Sellerie und eine Prise Salz zufügen. Etwa 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren garen.

Paprika und Knoblauch zugeben und ebenfalls etwa 5 Minuten mitgaren bis die Paprika etwas weich geworden ist.

Das Mehl über den Inhalt stäuben und unter ständigem Rühren kurz mitkochen bis das Mehl leicht bräunt.

50 ml der Hühnerbrühe zugeben und unter Rühren warten bis die Sauce eindickt. Dann den Rest der Brühe zugeben, zusammen mit einem Esslöffel Worcestershire Sauce. Den Herd auf niedrige Stufe zurückschalten und etwa 10 Minuten köcheln lassen, damit die Flüßigkeit weiter reduziert wird.

Die Hühnchenbrust zugeben und für weitere 5 Minuten garen oder bis das Huhn gerade gar ist.

Jetzt noch Salsiccia und den Bacon zugeben.

Vom Herd nehmen und mit Paprika, Salz und schwarzem Pfeffer (eventuell noch mehr Worcestershire Sauce) abschmecken.

Passt super zu Reis!

 

Cajun Chicken II

Rezept: abgewandelt nach foodwishes.com

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11 thoughts on “„Cajun“ Eintopf – Huhn, Salsiccia, Bacon und viel Gemüse… der ganz normale Wahnsinn…

  1. Hallo Christin,
    der Cajun-Eintopf sieht sehr bunt und lecker aus. Sag mal, weißt Du, was eigentlich genau „Cajun“ beim Kochen bedeutet? Ich dachte immer, es hat was mit den Gewürzen zu tun, aber vielleicht auch nicht. Jedenfalls mag ich das Zeug …. 😉
    Die von Dir beschriebenen Autofahrer gibts in München auch, an jeder Ampel mindestens einen. Wir waren am späten Nachmittag in München per Auto unterwegs – großer Fehler! Feiertagsfeierabendverkehr ist nie eine gute Idee. Naja, wir haben es überlebt.

    Schönen Feiertag!
    Doris

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    • Hallo Doris,

      „Cajun“ bezeichnet ja eigentlich eine (zumindest ursprüngliche französischsprachige) Bevölkerung der USA in Louisiana.

      Was ich von der Küche weiß ist, dass sie viel Fisch und Krustentiere enthält und eher pikant bis scharf ist.

      Mein Eintopf ist leicht abgewandelt, weil ich keine Andouille Wurst bekommen habe (stattdessen eben Salsiccia).

      Aber Sellerie, Paprika und Zwiebel sind zum Beispiel drei Zutaten die in sehr vielen Cajun-Gerichten vorkommen.

      Ich wünsche Dir auch einen schönen Feiertag!

      Liebe Grüße
      Christin

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  2. mmmhh, sieht toll aus. Aber sieht eher aus wie Chorizo als Salsiccia!?! Na egal, ich mag eh beides:)

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  3. Hi Christin,
    ja, wahrscheinlich hat’s weniger was mit den Gewürzen an sich zu tun. als mit der Südstaaten-Herkunft und der Tatsache, dass man das in Topf geworfen hat, was man gerade hatte. 😉 Dazu noch der Schmelztiegel aus vielen verschiedenen Ländern, dann entsteht etwas ganz Typisches und Außergewöhnliches.
    Ich werde nie vergessen, wie ich vor vielen Jahren in einem kleinen irischen Kaff ein sensationelles Fleischgericht gegessen habe, das als „Cajun Pork Fry“ oder sowas klassifiziert war. Hatte mit Cajun vermutlich gar nichts zu tun, aber es war super. Ich habe später in besagtem Pub angerufen und nach dem Rezept gefragt. Die haben irgendeine Gewürzmischung verwendet, der ich natürlich nicht so leicht auf die Spur gekommen bin. „Oh, it’s Cajun spices, just look for Cajun spices.“ Riesenidee. 😉 Das ist bald 20 Jahre her, da hat man in Deutschland an sowas noch nicht wirklich gedacht, glaube ich!

    Schönen Feiertag,
    Doris

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  4. Mhhhh, das hört sich nach einem würzigen, deftigen Gericht an. Mag ich!! 🙂

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  5. Hi Christin!

    Da sind ja alles Sachen drin die ich total gerne mag – sieht so richtig lecker aus! Richtiges Soulfood eben – Danke für die Anregung! Wünsche dir ein schönes Wochenende!

    Viele liebe Grüße!

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  6. Hallo liebe Christin,
    Ich habe dich für den Liebster Award nominiert. Ich hoffe du freust dich darüber und hast Lust mitzumachen. Mehr dazu findest du hier:
    http://steffimatt.wordpress.com/2014/06/06/lange-vergangenes/
    Liebste Grüsse, Steffi

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