Januar 16, 2014
mandarinenfalter

8 comments

Vanille Macarons mit Cranberry Curd Füllung… brennende Lastwagen…

Cranberry Macarons IV

Wenn man viel Autobahn fährt denkt man ja irgendwann, man habe alles erlebt. Zumindest frönt man dieser Ansicht bis einen die Welt mal wieder eines Besseren belehrt. Diese Woche war es einmal mehr soweit. Ich fahre also zu nachtschlafender Zeit über die Autobahn und da ist er, mein alter Kumpel… der Stau. Ich konnte den natürlichen Drang meine Zähne in das Lenkrad zu schlagen nur mühsam unterdrücken. Jetzt mal ehrlich, wer will schon um kurz nach halb sieben morgens im Stau stehen?

Nachdem wir (das heißt ich und meine ebenso genervten Leidensgenossen) also da standen und alle 500 Jahre etwa 0,25 Meter nach vorn rückten, fiel mir irgendwann auf, dass mir auf der Gegenfahrbahn keine Autos mehr entgegen kamen. Selbst ein Gehirn in vorkomatösem Zustand konnte erkennen, dass das absolut kein gutes Zeichen war. Messerscharf schloss ich also, dass es nur zwei Möglichkeiten gab, um das zu erklären.

1. Der Beginn einer Zombie-Apokalypse oder

2. Eine Vollsperrung auf der Gegenfahrbahn

Ich entschied mich für das Wahrscheinlichere und überlegte gerade, wie man die Zombie-Apokalypse wohl am Besten überleben konnte als wir um die Kurve kamen… und da war er… (nein, nicht der Zombiehaufen, obwohl auch das mich nicht in größeres Erstaunen hätte versetzen können). Nein, was da quer über alle Spuren der Gegenfahrbahn lag war ein Lastwagen, der komplett und lichterloh in Flammen stand. Er brannte wie Zunder, die Flammen schlugen in den dunklen Nachthimmel. Es fielen größere, brennende Teile von ihm ab. Ihr versteht schon, was ich meine.

Man kann ja in solchen Momenten nichts anderes tun als Starren. Erstens, weil man in seinem Auto festsitzt und Autobahnen ansonsten bekanntermaßen nichts weiter Sehenswertes zu bieten haben und zum zweiten, weil die ganze Szene so absurd ist, das man geneigt ist davon auszugehen, immer noch friedlich in seinem Bett zu schlummern (wo man sowieso noch sein sollte, wäre die Welt nur ein halbwegs gerechter Ort).

Das Schönste an der ganzen Sache war aber, dass sich direkt vor der ersten Autoreihe, im Stau vor dem brennenden Teil, eine größere Gruppe versammelt hatte. Ausschließlich Männer. Alle mit überlegenen Mienen und wild fuchtelnden Armen. Ich kenne diese Art von Männer-Ansammlungen ansonsten nur aus den Fußballstadien, wo sie gern so auftreten als wüssten sie mehr als alle Trainer dieser Welt zusammen genommen.

Hier aber wurde eindeutig das brennende Wrack diskutiert und vermutlich, was die Feuerwehr alles falsch machte und um wieviel besser sie geeignet wären, dieser Situation abzuhelfen. Der Stau selbst zog sich übrigens bereits kilometerweit. Ich aber hatte wieder freie Fahrt. Als ich zwanzig Minuten später dann endlich bei der Arbeit angekommen war, kam dann auch endlich der Verkehrsfunk. Der Sprecher verkündete mit unangemessen fröhlicher Stimme Folgendes:

„Ich kann es heute ganz kurz machen. Es liegen überhaupt keine Meldungen vor.“

Ehrlich mal… das sah ich jetzt dann doch völlig anders!

Ich kann übrigens zur allgemeinen Beruhigung verkünden, dass der Fahrer des Lastwagens alles heil überstanden hat, was ja das Wichtigste an der Sache ist.

Cranberry Macarons III

Und jetzt noch ein Wort zum Rezept des Tages: Wie versprochen zeige ich heute, was man zum Beispiel mit dem Cranberry Curd anstellen kann, den ich vor Kurzem vorgestellt habe. Hier wird er als Füllung für ein paar sehr leckere Vanille-Macarons verwendet.

Mit Macarons hatte ich ja lange meine Schwierigkeiten, aber langsam habe ich den Dreh raus. Es ist zwar nicht gerade das einfachste Gebäck unter der Sonne, aber es lohnt sich wirklich etwas Zeit und Geduld zu investieren. Probiert es doch mal aus. Die Vanille Macarons könnte man zum beispiel auch mit einer schönen Ganache füllen oder mit Marmelade oder was auch immer ihr wollt.

Zutaten für etwa 20 Macarons:

90 Gramm fein gemahlene Mandeln (am Besten ohne Haut)
150 Gramm Puderzucker
72 Gramm Eiweiß (etwa 2 Stück)
20 Gramm Zucker
1 Prise Salz
1 TL Vanille-Paste oder das Mark einer Vanilleschote (kein Vanille-Extrakt!)
Cranberry Curd, Rezept siehe hier (am Besten direkt aus dem Kühlschrank)

Zubereitung:

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und beiseite stellen.

Die gemahlenen Mandeln und den Puderzucker zusammen in einen Mixer geben und fein mahlen. Alles durch ein feinmaschiges Sieb passieren.

Die Eiweiße und das Salz mit dem Handrührgerät aufschlagen. Wenn die Eiweiße schaumig werden, die 20 Gramm Zucker dazugeben und weiter schlagen.

Die Eiweiße weiter schlagen bis die Masse weiß wird und feste Spitzen entstehen. Das heißt die Masse bleibt in festen Spitzen stehen, wenn man das Handrührgerät heruaszieht.

Die Vanillepaste sehr kurz unterrühren.

Zu der Baisermasse in 3 Teilen die Mandel / Puderzuckermasse geben. Sehr vorsichtig unterheben und dann die nächste Portion zugeben. Der teig sollte nicht zu fest, aber auch nicht zu flüssig sein.

Den Macarons-Teig mit einem Spritzbeutel auf das vorbereitete Blech geben, dabei kleine Kreise formen.

Das Blech für 20 – 30 Minuten ruhen lassen. Die Macarons bilden dabei eine Art Haut, was für den späteren Backerfolg sehr wichtig ist. In dieser Zeit den Backofen auf 160 Grad Celsius (320 Grad Fahrenheit) Ober- Unterhitze vorheizen.

Die Macarons je nach Größe für 12-15 Minuten auf die mittlere Schiene des Backofens geben. Vor dem Ablösen vom Blech komplett auskühlen lassen.

Anschließend auf die Hälfte der Macarons einen Klecks Cranberry Curd geben und die zweiten Hälften aufsetzen. Sachte andrücken und fertig!

Cranberry Macarons II

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8 thoughts on “Vanille Macarons mit Cranberry Curd Füllung… brennende Lastwagen…

  1. Hallo Christin!

    Dafür, dass du Stau hattest und jede Menge Action- ist eine 20minütige Verspätung eigentlich ganz okay oder…

    Deine Macarons sehen super aus – ich sag nur: Willkommen in der Konigsklasse – ich habe es noch nie probiert. Vielleicht habe ich ja doch mal Mut…

    Herzliche Grüsse!

    Kathrin

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    • Hallo liebe Kathrin,

      nein, meine Verspätung war leider größer. 20 Minuten nachdem ich den Stau hinter mir hatte, habe ich die Stadtgrenzen erreicht. Aber im Stau selbst war ich länger. Egal – da kann man wenigstens in Ruhe über Rezepte nachdenken 😉

      Vielen Dank für das Kompliment. Ich habe mich auch lange schwer getan, aber mit diesem Rezept klappt es bei mir, dann bekommt es auch jeder andere hin!

      Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende
      Christin

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  2. Mein Respekt! An Macarons trau ich mich nicht ran – und deine sehen absolut perfekt aus!

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  3. Ich liebe Macarons, habe aber mich selber noch nie ran getraut. Jedes mal wenn ich ein Rezept sehe denke ich, das ich das ändern sollte:( Wer weis, eines Tages;) Deine Macarons sehen auf jeden Fall sehr lecker aus, super gelungen.
    Liebe Grüsse,
    Krisi
    http://excusemebutitsmylife.blogspot.com

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  4. Die sehen ganz, ganz toll aus :)!
    Lg Ronja

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