August 21, 2013
mandarinenfalter

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Pasta alla Siciliana… schau mal, ein Stadionfalter Teil I…

Pasta Siciliana I

Am letzten Spieltag gab es eine Premiere für mich. Da meine Freundin M-Belle keine Zeit hatte, musste ich eine Entscheidung treffen: Daheim bleiben oder allein gehen? Ich muss in meinem Leben hunderte Fußballspiele besucht haben, aber ganz allein war ich dabei noch nie. Wobei „allein“ natürlich immer relativ ist, bei den tausenden von Menschen auf die man bei solchen Gelegenheiten zu treffen pflegt.

Auf alle Fälle entschied ich, dass „Öfter mal was Neues“ eine gute Sache ist und ich fuhr los. Es herrschte perfektes Fußballwetter. Über mir der strahlend blaue Himmel, aus dem Radio drangen wunderbare Lieder und Bella flog nur so über die Landstraßen, vorbei an goldenen Weizenfeldern und grünen Bäumen, die sich sanft im Wind bewegten. Das wohlvertraute Kribbeln begann in meinem Nacken aufzusteigen und mit jedem Meter, dem ich mich dem wbV (weltbester Verein) näherte, stieg auch die Vorfreude.

Es ist immer wieder wie nach Hause zu kommen. Die flatternden Fahnen, die Flutlichtmasten hoch über dem Stadion. Menschenmassen in blau und weiß, die alle auf das gleiche Ziel zuströmen. Der Duft von angebrannter Bratwurst. Der dröhnende Bass unseres Stadionsprechers, den man schon in großer Entfernung hören kann und Autos soweit das Auge reicht.

Es war Freitag, das gesamte Wochenende lag vor mir, ich war auf dem Weg ins Stadion… meine Laune war gigantisch. Ich reihte mich wie immer in eine der vielen Schlangen ein, rückte langsam dem Kontrollpersonal näher und dann… in dem Augenblick als ich ganz vorne angekommen war, sieht mich der Ordner an und formuliert den folgenschweren Satz, der mir bis heute noch im Ohr dröhnt: „Fraueneingang ist da drüben…“ Dabei deutete er mit dem Daumen über die Schulter. Ganz rechts… ganz hinten… auf den letzten der vielen Zugänge.

Waaaaas? Waren die denn noch zu retten? Um es auf den Punkt zu bringen: Ich stand kurz vor dem Siedepunkt. Ich komme zum Fußball als Fan und nicht in meiner Eigenschaft als Frau. Zum allerersten Mal in meinem Leben fühlte ich mich diskriminiert, abgewertet… unglaublich! Der einzige Grund, warum ich dem armen Ordner nicht direkt ins Gesicht sprang war, dass mir in allerletzter Sekunde klar wurde, dass auch er nur Weisungen ausführt und sich diesen Schrott nicht ausgedacht hatte.

Ich schluckte meinen Ärger also hinunter und stapfte zum Paria-Eingang. Ihr wisst schon… der ganz rechts… ganz hinten… Grrrr…

In der „Frauenschlange“ war sofort erkennbar, wer wie ich als Fußballfan da war und wer notgedrungen einen oder mehrere Männer zum Spiel begleitete. Die übrigen Fan-Frauen waren nämlich mindestens genau so empört wie ich. Um mich herum fielen einige Ausdrücke, die ich an dieser Stelle vorsichtshalber nicht wiedergebe. Aber schlußendlich war ich angekommen. Im Stadion. Endlich…

To be continued…

Pasta Siciliana I

Zutaten für 4 Personen:

400 Gramm Penne Pasta
500 ml Passata
1 große Aubergine
1 kleine Zwiebel, geschält und in feine Würfel geschnitten
1 große Zehe Knoblauch, geschält und fein gehackt
2 Kugeln Mozzarella
4 EL Olivenöl, extra vergine
30 Gramm Parmesan, fein gerieben
10 große Blätter Basilikum, in feine Streifen geschnitten
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

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Zubereitung:

Den Backofen auf 200 Grad Celsius Ober- / Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Alufolie auslegen. Die Aubergine waschen, den Stängel abschneiden. Etwa 2/3 der Haut abschälen und die ganze Aubergine in größere Würfel zerteilen. Mit 2 EL Olivenöl und einer großen Prise Salz mischen. Auf dem vorbereiteten Backblech verteilen und etwa 20 – 25 Minuten im Backofen garen lassen.

In der Zwischenzeit das restliche Olivenöl in eine große Pfanne mit hohem Rand geben und die Zwiebeln glasig dünsten, den Knoblauch zugeben und für 1 Minute mitgaren. Die Temperatur auf eine niedrige Stufe stellen, die Passata zugeben. Alle gut vermengen und köcheln lassen. Die Sauce wird immer dicker und sollte am Ende sehr dickflüssig sein.

Einen großen Topf mit gut gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und die Pasta nach Packungsanleitung garen. Die Auberginenwürfel aus dem Backofen nehmen und unter die Sauce mischen. So lange mitgaren bis die Pasta fertig ist. In der Zwischenzeit den Mozzarella in größere Würfel schneiden und beiseite stellen.

Sobald die Pasta fertig ist, den Herd abschlaten. Die Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Pasta samt Parmesan zugeben und gründlich unterheben. Die Mozzarellawürfel und Basilikumwürfel ebenfalls zugeben und sofort servieren.

Rezept: Laura in the kitchen

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9 thoughts on “Pasta alla Siciliana… schau mal, ein Stadionfalter Teil I…

  1. was soll man da noch sagen? yummy!

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  2. Fraueneingang??? Ich bin entsetzt über den wbV und erwäge, die Auswärts-Mitgliedschaft zu kündigen… Naja, jetzt klick‘ ich erstmal weiter zu den Cookies, deshalb bin ich ja hier 🙂

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  3. Ich wüsste ja auch gerne was da der Gedankengang des Erfinders war??? Wurde in der Schlange Riechsalz verteilt, falls eines der zarten Geschöpfe wegen zu eng geschnürten Korsettes in Ohnmacht fällt?

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    • Ganz meine Meinung! Dazu noch Parfumpröbchen und Z*lando-Gutscheine, da sich Frauen ja bekanntermaßen mit nichts anderem beschäftigen 😉

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      • Also, ich hab mal die Gedanken kreisen lassen und die Erklärung ist wohl doch recht schlicht: Bei der Einlasskontrolle kommt es wohl auch zum Abtasten von Personen. Das muss für männliche Besucher von männlichem Sicherheitspersonal und für weibliche Besucher von weiblichem Sicherheitspersonal durchgeführt werden (im Interesse beider Seiten, wie Du Dir leicht vorstellen kannst).
        Bei anderen Veranstaltungen und auch an Flughäfen beispielsweise ist das Publikum ja geschlechtlich gemischt, also muss es für jede „Kontrollstation“ zwei Sicherheitspersonen geben, von jeder Sorte eine 😉
        Bei Fussballspielen nun ist das Publikum vornehmlich männlich und es wird nur ein „Betastungs-Mensch“ (männlich) pro Einlass vorgehalten, die Minderheit der Damen gebündelt – also ein Sparmaßnahme.
        Damit ist dann die Ungleichbehandlung dem Grunde nach wohl durch sachlichen Grund gerechtfertigt. Ich war nun nicht dabei, aber Deiner Beschreibung entnehme ich, dass die Umsetzung durch die Designierung eines Einganges an der Seite wohl recht unglücklich ist…

        Ich kann ja wohl nur hoffen, dass es bei vornehmlich von weiblichen Besuchern genutzten Veranstaltungsangeboten (ich sag mal Teenie-Konzerten) dann auch einen Männereingang gibt!

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      • Grundsätzlich würde ich Dir zustimmen, wenn nicht seit jeher hinter jedem der Eingänge 4 -5 männliche und 1 weibliche Abtastperson gestanden hätte. Jetzt stehen die weiblichen Abtastpersonen einfach alle nur gebündelt an einem Eingan und zwar genau so viele wie zuvor verteilt an allen Eingängen.

        Wo also ist der Vorteil? Ich verstehe es nicht.

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  4. Pingback: Das Küchenplausch Sommerevent (heisse Tage leichte Küche) – Die Teilnehmer | kuechenplausch

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