August 18, 2013
mandarinenfalter

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Zitronenkekse (Lemon Crinkle Cookies)… Verständigungsschwierigkeiten und andere Lacher…

Zitronenkekse

In der Presse, auf Kulturveranstaltungen und in der Politik wird immer gern und ausführlich über Völkerverständigung gesprochen. Und damit ist normalerweise die gesamte Weltbevölkerung gemeint. Von Alaska bis Australien. Ein wirklich hehres Ziel.

Aber vielleicht ist euch auch schon das ein oder andere Mal aufgefallen, dass schon Konversationen zwischen Menschen innerhalb Deutschlands zu Verwirrungen und damit automatisch zu einer Menge Spaß führen können. Und es gibt hin und her die tollsten Vorurteile und Gerüchte. Ich habe Norddeutsche sagen hören, dass Süddeutsche arrogant seien und Süddeutsche, dass Norddeutsche unfreundlich und ruppig daherkämen.

Durch meine Arbeit telefoniere ich regelmäßig mit Kollegen aus allen Bundesländern. Und dadurch kann ich sagen, dass es tatsächlich interessante regionale Unterschiede gibt. Was ein paar hundert Kilometer ausmachen können, ist wirklich erstaunlich. Die Dame aus Köln ist beispielsweise sehr witzig und lacht gern und viel, während der Herr aus Niedersachsen anfangs eher etwas zurückhaltend war, aber inzwischen seinen echt coolen, unterschwelligen Humor immer öfter auspackt.

Insgesamt kann ich einfach nur sagen, dass ich mit allen sehr gut klar komme und ich es sehr langweilig fände, wenn alle genau gleich wären. Was gibt es schon Öderes als einen großen Einheitsbrei?

Und ich habe auch gelernt, woher diese komischen Vorurteile kommen. Nord- und Süddeutsche haben eine völlig andere Art sich auszudrücken. Menschen aus Norddeutschland sind viel direkter als bei uns in Süddeutschland. Vor einigen Tagen führte ich zum Beispiel ein Telefonat mit einer Dame aus Schleswig-Holstein, die eine Information von mir benötigte. Deutlicher gesagt: Sie wollte etwas von mir.

Am Ende des Gesprächs sagte sie noch diesen Satz und legte dann auf: „Sie geben mir dann finale Rückmeldung!“ Ich blinzelte den tutenden Telefonhörer an… blinzelte nochmal… und sagte in die Leere nur ein: „Jawolll! Sir!“ hinein und dann musste ich lachen. Ich musste lachen, weil bei uns der gleiche Satz etwa folgendermaßen gelautet hätte: „Würden Sie freundlicherweise, aber nur, wenn es nicht zu viele Umstände macht, eventuell die übergroße Güte besitzen (sobald es Ihre kostbare Zeit zulässt), sich dazu herablassen mir eine klitzekleine Antwort im Austausch gegen meine immerwährende und zutiefst empfundene Dankbarkeit, zukommen zu lassen? Ich danke Ihnen! Ich danke Ihnen! Ich danke Ihnen vielmals! Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag!“

Und die Norddeutschen sparen sich das ganze Gelaber und kommen eben direkt zum Punkt. So einfach kann die Welt sein.

Wo wir gerade bei Einfach sind. Sehr einfach zu machen sind auch diese Zitronenkekse (Lemon Crinkle Cookies) und für mich mal eine gelungene Abwechslung von den vielen Schokoladenkeksen, die ich sonst so oft backe. Nicht falsch verstehen: Ich liebe Schokolade! Aber ich liebe auch Zitronen und diese Zitronen Kekse warten mit einem zarten Zitronen-Aroma und einer sehr lockeren Konsistenz auf. Lecker und Einfach… meine Lieblingskombination!

Zitronenkekse II

Zutaten für etwa 20 Cookies:

150 Gramm Zucker
250 Gramm Mehl, Type 405
112 Gramm Butter, sehr weich
2 Eier, Zimmertemperatur
3 große Bio-Zitronen, nur die Zesten
1 TL Vanille-Extrakt
1/4 TL Salz
1,5 TL Backpulver
60 Gramm Puderzucker

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- / Unterhitze vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und beiseite stellen. Den Zucker mit den Zitronenzesten in eine große Schüssel geben und beide Zutaten mit den Fingerspitzen gegeneinander verreiben bis der Zucker gelb wird und das Zitronenaroma zu riechen ist. Die Butter zugeben und mit einem Handrühregerät für 3 Minuten aufschlagen.

Vanille-Extrakt und die Eier zugeben. Dabei das erste Ei komplett unterrühren bevor das zweite dazu kommt. Das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver in einer kleinen Schüssel gründlich miteinander vermengen und über die Buttermasse sieben. Alles miteinander vermengen und der Teig ist schon fertig.

Einen großen flachen Teller bereitstellen und den Puderzucker darauf sieben. Mit einem kleinen Eiskugelportionierer oder zwei Teelöffeln kleine Teigportionen abnehmen. Die Finger mit Puderzucker bestäuben und Kugeln daraus formen Die Kugeln auf den Puderzuckerteller setzen und vorsichtig rollen, so dass die gesamte Cookie-Kugel mit Puderzucker bestäubt ist.

Mit mindestens 5 Zentimeter Abstand auf die Backbleche setzen und nacheinander für 10 – 12 Minuten backen. Für 5 Minuten auf den Backblechen auskühlen lassen und danach auf einem Gitterrost vollständig auskühlen lassen.

abgewandelt nach Tracey´s Culinary Adventures

Zitronenkekse

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6 thoughts on “Zitronenkekse (Lemon Crinkle Cookies)… Verständigungsschwierigkeiten und andere Lacher…

  1. Ja, irgendwie sind die Leute hier und da doch schon verschieden. So krass wie du habe ich es noch nicht bemerkt:) Witzige Geschichte!
    Ps: und die Cookies gefallen mir auch. mmmh, zitronig ist immer super, gerade, wenn es nicht zu krass ist, was durch die Zesten ja besimmt wunderbar gelingt:)

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  2. Nachdem ich wikipedia befragt habe, weiß ich jetzt, was Zesten sind. In den Rezepten meiner Oma heißt es „abgeriebene Schale einer Zitrone“ :-). Ich glaube, diese Cookies sind auch was für mich. Aber als nächstes sind die mit weißer Schokolade und Heidelbeeren dran!

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  3. Du weißt: Ich liebe es besonders zitronig! Es soll beobachtet worden sein wie ich puren Zitronensaft genossen habe – daher: umso kräftiger, desto besser 🙂
    Ich wage (bei nächster Gelegenheit mal) eine riskante Modifikation Deiner Kekse: etwas dominanter in der Zitronennote, dafür MIT weißer Schokolade zugesetzt. Hört sich an wie die iedale Mischung (oder kein geronnene, klebrige Bäh-Masse, hihi).
    Ich werde berichten!

    Ich bin ja in diesem Bewußtsein aufgewachsen: Dass nur die rheinische Frohnatur zugewandt und lustig ist (was meiner Meinung nach stimmt – auch „Fremde“ sind in Westdeutschland so viel mehr zu einem Scherzchen aufgelegt. Selten habe ich beim Bäcker, in der Sparkasse oder beider Fahrkartenkontrolle im Bus (?!?) so geschmunzelt wie in Düsseldorf). Überall sonst sind die Menschen irgendwie stoffelig („stoffelich“). Bsp: letzte Woche im DM kostet mein ca. 11-teiliger Einkauf genau € 17.00. Ich freu mich darüber wie ein Schnitzel, belade meine Einkaufstasche. Die Freundin hinter mit hat mit 3 Teilen genau € 14.00 zu zahlen. Ich meine grinsend zur Kassiererin „Oh, SIE runden das auf, ne?“, sie schaut mich nur an wie ein weibliches Hausrind nach dem ersten Kalben beim krachenden Geräusch des Blitzes bei Gewitter… UND DIE hier eingeborene FREUNDIN AUCH! In Düsseldorf wäre das nie passiert, da hätte ich eine Schenkeklopfer-Retoure bekommen 😉
    Macht doch den Alltag netter, oder?
    Nur im Karneval, da ist es selbst mir zu viel *oh, dear*, DA bin dann ich anders sozialisiert, hihi.

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    • Vielleicht war die Dame an der Kasse aber auch etwas begriffsstutzig 😉 Ansonsten habe ich aber die gleiche Erfahrung gemacht. Die Rheinländer und auch die Leute aus dem Ruhrgebiet sind kontaktfreudiger, aber auch direkter als bei uns 🙂

      Oh ja: Probier das mal aus. Ich bin schon gespannt. Schokolade geht doch quasi zu allem 😉

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