August 14, 2013
mandarinenfalter

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Buttermilchwaffeln mit Brombeerkompott… Hell hath no Fury like a… Kindergeburtstag…

Buttermilchwaffel

Ihr denkt ihr habt schon harte Tage erlebt? Stress bei der Arbeit? Streit mit dem Freund? Ein militärisch organisiertes Boot-Camp? Ha! Ich sage euch, dass ich gar nichts durchleiden musstet solange ihr nicht als Helfer bei einem Kindergeburtstag wart.

Mein Patenkind Jojo hatte Geburtstag und meine beste Freundin empfing mich an der Tür mit dem Gesichtsausdruck einer Frau, die weiß, dass sie auf eine Katastrophe zusteuert, dagegen aber machtlos ist. Quasi eine Titanic auf dem Weg zum Rendezvous mit dem Eisberg. An ihrem Handgelenk erspähte ich eine Armbanduhr, was äußerst verdächtig war… sie trägt niemals Armbanduhren. Ich hatte keine zwei Schritte in die Wohnung gemacht als mir auch schon ein DinA 4 großer Zettel in die Hand gedrückt wurde. Der Geburtstag war von 1500 (sprich fünfzehnhundert) bis 1800 (sprich 1800) in einer 15-Minuten-Taktung durchgeplant. Kuchenessen, Schatzsuche, Spiele, Bespaßung, Abendessen etc. Ich lachte darüber… aber nicht sehr lange.

Die Parole für diesen Nachmittag lautete: „Überleben, um davon zu berichten…“ Wie wahr! Es gibt nämlich schreiende Kinder, hysterische Kinder, müde Kinder, „Darauf habe ich keine Lust (mit den Füßen auf den Boden stampf) Kinder, vegetarische Kinder, klammernde Kinder, Kinder-Kinder usw. Und das alles verbunden mit einem Lärmpegel, der einem ausgewachsenen Bauarbeiter die Tränen in die Augen getrieben hätte.

Am Ende gab es erst einmal eine Runde Alkohol für alle (Nein, nicht für die Kinder. Die waren schon abgeholt worden) und ich schlug meiner Freundin vor, das Konzept für den nächsten Geburtstag noch einmal zu überdenken. Meiner Meinung nach hätte nach der Begrüßung die Ausgabe einer Runde Hasch-Kekse an alle die Sache deutlich entspannter gestaltet. Eine Runde chillen für die gesamte Meute zu den psychedelischen Klängen indischer Musik und alle während völlig gelöst wieder nach Hause gegangen.

Ihr meint, dass die Eltern mit dieser Vorgehensweise nicht einverstanden wären? Seufzer… ich fürchte, dass ihr damit ganz richtig liegt. Aber man muss ja höhere Ziele verfolgen!

Dafür gab es am nächsten Tag aber auch eine Belohnung für mich. Buttermilchwaffeln mit Brombeerkompott. Dazu gönnte ich mir noch eine Englische Creme (ein Traum aus Sahne, Eigelb und Vanille).

Zutaten für etwa 10 Waffeln:

240 Gramm Mehl, Type 405
2 TL Backpulver
1 TL Natron
3 gehäufte EL Zucker
480 ml Buttermilch
1/4 TL Salz
90 Gramm Butter, flüssig
2 große Eier
Öl für das Waffeleisen

500 Gramm Brombeeren
2 EL Zucker
1 EL brauner Rum (optional)

Zubereitung:

Buttermilch, Eier und flüssige Butter mit einem Schneebesen verquirlen. Die trockenen Zutaten gründlich miteinander verühren und zur Buttermilchmischung geben. Gerade so lange vermengen bis eine homogene Masse entstanden ist. Das Waffeleisen aufheizen und nach den Vorgaben des Herstellers die Waffeln backen.

Währenddessen die Brombeeren verlesen und zusammen mit dem Zucker und eventuell Rum in einen kleinen Topf geben und 10 – 15 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Keinen Deckel aufsetzen und ab und zu umrühren und den entstehenden Schaum abschöpfen (der Optik wegen). Zu den Waffeln servieren.

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14 thoughts on “Buttermilchwaffeln mit Brombeerkompott… Hell hath no Fury like a… Kindergeburtstag…

  1. Was soll ich sagen: wir haben es überlebt. Wie? Das ist mir immer noch ein Rätsel. Aber ohne Zeitplan und Backup-Spiele wären wir vermutlich tatsächlich untergegangen 🙂 Danke nochmal.
    Falls wir nächstes Jahr wieder zuhause feiern, werde ich über eine 1 zu 1 Betreuung nachdenken 😉

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  2. Wow, Respekt fürs Durchhalten. Klingt ja schon stressig! Hat denn trotzem alles geklappt? Bei solchen Planungen würde bei mir aufgrund des Zeitmangels sicher einiges einfach spontan gestrichen werden. Das Waffelrezept merke ich mir übrigens. Waffeln gehen immer und ich suche noch DAS Rezept dafür! Liebe Grüße, Toni

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  3. Wow, das hört sich echt nach Nahkampf an… Am schlimmsten finde ich die Armbanduhr, die macht mir angst.
    Aber wahrscheinlich ist das die einzige Strategie: minütlich getakteter Zeitplan.
    Ich hab ja nur einschlägige Erfahrung mit 9 – 16jährigen ohne elterliche Aufsicht. Das ist auch hart, aber anders… Wir hatten da auch immer NE MENGE Back-Up-Aktivitäten parat. Und es war natürlich nie bei uns Zuhause… Aber den Eltern am Telefon in meiner Obhut gebrochene Arme zu erklären, das IST schlimm…Wobei es nach dem 2. mal leichter wird 😉

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    • Die Taktung sollte davor schützen, dass die Wohnung auseinander genommen wird. Und das war echt gut so. Wenn die Kinder beschäftigt sind, malen sie schon einmal keine Wände an 😉

      Mit der Altersgruppe hat man dann wahrscheinlich ganz andere Probleme: Eifersuchtsdramen, zu viel getrunken etc.

      Auch nicht viel besser 😉

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      • Nein, getrunken haben die Kinder nie. Da hatten wir streng ein Auge drauf (inkl. Taschen- und Zimmerkontrolle bei den Großen, Geschäfte gab’s da nicht und unsere eigenen Vorräte waren sicher in den Autos gelagert, hihi)! Aber sonst war alles dabei was die Prä- und richtige Pubertät an Teenie-Dramen zu bieten haben, das stimmt 😉

        Ich mochte ja schon keine Ansammlungen von Kindern als ich selbst noch eins war – aber mit den eigenen Kids muss man dann wohl so was durchstehen um sie glücklich zu machen…

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  4. Also wenn selbst Du Alkohol getrunken hast, dann muss es echt schlimm gewesen sein 😉 ich bin ja dann in einer guten Woche bei A.’s (klein) Kindergeburtstag. Aber das sind a) weniger Kinder und b) sind die kleiner. Ich denke, die werden wir handeln 😉 Hasch-Kekse fände ich unabhängig davon grundsätzlich keine schlechte Idee… *chill*

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    • Oh nein, ich habe keinen Alkohol getrunken. Ich musste doch noch Autofahren. Aber ich gebe zu, dass ich was genommen hätte, wenn das anders gewesen wäre.

      Das mit den Haschkeksen kommt in die nähere Auswahl für den nächsten Damen-Abend 😉

      Scheinbar muss ich aber noch mit den Nachwirkungen kämpfen, heute ging es mir echt nicht gut und ich liege jetzt im Bett und Ruhe aus.

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  5. Hallo meine Liebe,
    jetzt kannst Du Dir vielleicht vorstellen, warum Deine allerwerteste Mutter mittlerweile so ruhebedürftig ist. So lange ist es noch nicht her, daß drei Tage lang Geburtstagfeiern angesagt war, erst Du mit Deiner ganzen (Ba…) Freundesgruppe, dann mit der Verwandtschaft, dann Deine Schwester mit ihren (Ba…) Freunden.
    Wenn ihr dann gegen Ende „die Affen rasen durch den Wald“ mit Klavierbegleitung gesungen habt, dann wußte ich, die Erlösung kommt bald.
    Aber im Gegensatz zu Heute, haben wir Eltern alle kids nach Hause gefahren.
    Trotz allem wars schön und ich hätte gerne bitteschön demnächst auch eine Kostprobe Deiner Waffeln. Du weißt doch, da kann ich nie nein sagen.

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  6. Liebsten Christin!

    Es beruhigt mich zu lesen, dass Kindergeburtstage überall gleich (gefürchtet) sind …. Man ist total geschafft und froh wenn nicht sprichwörtlich die halbe Bude zerlegt wird und die Meute nach ein paar Stunden wieder aus dem Hause ist. Letztens hatte ich bei der Geburtstagsparty meines Töchterchens „Stockbrot“ gemacht und jedem der Kids eines in die Hand gedrückt, um es über dem Lagerfeuer zu braten. Es hat keine 2 Minuten gedauert und ich hatte plötzlich alle Brote wieder zurückbekommen – zu langweilig, das warten. Ja, Kinder zu be-spaßen ist wahrlich ein Knochenjob! Deine Waffeln sehen wunderbar aus – die hast du dir absolut verdient. Leider habe ich kein Waffeleisen – würde es am liebsten gleich ausprobieren – Yummie!

    Liebe Grüsse!

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