Juli 17, 2013
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Thunfisch-Baguette

Thunfisch Baguette

In der heutigen Zeit ist die Nahrungsaufnahme eine ganz schön anstrengende Sache. Früher war das einfacher: „Oh, etwas zu essen. Rein damit.“ Inzwischen stelle ich mir bei jedem Einkauf etwa 1.000 Fragen. Ist diese Banane pestizidverseucht? Hatte das Huhn, das dieses Ei gelegt hat ein gutes Leben? Wurde für diese Kokosnussflocken ein Kind in sklavenähnlicher Abhängigkeit zur Arbeit gezwungen, statt in die Schule zu gehen? Ist das tatsächlich Rindfleisch oder doch geschundenes Pferd? Ist dieser Mais genetisch verändert?

Seufzer… Irgenwann habe ich etwas eingesehen und zwar, dass man einfach nicht alles richtig machen kann. Möglicherweise könnte ich in eine Sisal-Decke gehüllt in einem selbstgegrabenen Erdloch im Garten hausen… aber dann müsste ich mich wieder fragen, ob die Sisaldecke a) pestizidverseucht b) durch Kinderarbeit hergestellt und c) zu viele Flugmeilen auf dem Buckel hat. Also… es geht einfach nicht. Und nachdem mir das klar geworden ist, habe ich beschlossen, dass es ausreicht mein Möglichstes zu tun.

Deshalb vermeide ich normalerweise auch Thunfisch. Dabei liebe ich Thunfisch. Vor allem roh. Sushi, ach… Sushi. Aber nachdem ich mir beim WWF angesehen hatte, welche Fischsorten man noch bedenkenlos essen kann (und es sind nicht mehr viele übrig), kann ich einfach nicht mehr gedankenlos zuschlagen. Also meide ich ihn. Aber manchmal. Ganz, ganz selten, werde ich schwach und vertilge dann doch einmal eine Portion.

Natürlich wäre es schöner, wenn ich nie Thunfisch essen würde. Aber ich bin auch nur ein Mensch und es gibt Zeiten, da überkommt es mich einfach. Dann kann man mich beobachten, wie ich (ungelogen) geschlagene 15 Minuten lang intensiv die Regalreihen absuche. Bis ich den Fisch mit den meisten Zertifikaten (und damit automatisch dem höchsten Preis) in der Masse erspäht habe.

Immer noch nicht ideal, aber points for trying! Ansonsten habe ich mir die Empfehlungen des WWF und von Greepnpeace ausgedruckt (die sich leider teilweise widersprechen) und gehe damit Fisch kaufen. Am liebsten wäre es mir natürlich, wenn die Fischerei so eingeschränkt würde, dass ich einfach alles was es gibt, mit gutem Gewissen kaufen könnte. Aber momentan muss ich eben noch mein Gehirn einsetzen und das ist wahrscheinlich sowieso die beste Lösung.

Zutaten für 4 Personen:

1/2 Baguette
1 Dose Thunfisch in Olivenöl
60 Gramm Kalamata Oliven
1 kleine rote Zwiebel
1/2 Bund glatte Petersilie
Saft einer kleinen Zitrone
1 gehäufter EL Kapern
frischer Salat (z.B. Rucola)
etwas Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Den Backofen auf 200 Grad Celsius Ober- / Unterhitze vorheizen. Das Baguette längs teilen und die Schnittflächen mit etwas Olivenöl beträufeln.  Für 10 Minuten in der mittleren Schiene des Backofens rösten, herausnehmen und beiseite stellen. In der Zwischenzeit die Oliven entsteinen und die Zwiebel schälen und in sehr feine Würfelchen schneiden. Die Petersilie grob hacken, den Salat waschen und trockenschleudern.

Das Olivenöl aus der Thunfischdose bis auf einen kleinen Rest aus der Dose gießen. Den Thunfisch mit dem Restöl, dem Zitronensaft, Kapern, Oliven, Petersilie und Zwiebelwürfeln mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Salat auf den Baguettehälften verteilen und den Thunfisch darauf verteilen. Mit Freunden teilen… Glücklich!

Rezept: Laura in the Kitchen

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