Mai 31, 2013
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Brownie-Frucht-Pizza… Boarding und seine Gefahren!

Brownie Frucht Pizza I

Meine Freundin Me. sagte noch im Abflugbereich des Flughafens in Funchal zu mir, dass ich diesen Bericht mit den Worten „Ist es jemandem von euch schon einmal passiert, dass er von einem Flugzeug zurückgelassen wurde, weil alle Sitzplätze belegt waren“ beginnen soll. Ich halte diese Einleitung für brillant, da sie scheinbar die gesamten und sehr tiefsitzenden Ängste von etwa 95 % aller Flugzeugpassagiere zusammenfasst. Here we go…

Ist es jemandem von euch schon einmal passiert, dass er von einem Flugzeug zurückgelassen wurde, weil alle Sitzplätze belegt waren? Nein? Sicher? Es drängt sich nämlich die Vermutung auf, dass fast alle Menschen diese Erfahrung schon mindestens einmal in ihrem Leben durchleiden mussten. Dass sie allein zurückgelassen wurden. Mit plattgedrückten Nasen an den Glasscheiben im Boarding-Bereich standen und sehnsüchtig dem am Horizont kleiner werdenden Flugzeug und somit ihren entgangenen Urlaubsträumen nachgetrauert haben. Und es ist ja auch nicht so, dass die Sitzplätze in jenem besagten Flugzeug fest vergeben wären… Oh nein! Bekanntermaßen muss man sich in den engen Gängen der großen Metallvögel mit den anderen Passagieren um die Plätze schlagen und wer verliert muss den gaaaaaaanzen Flug über stehen… Weiß doch jeder…

Wie sonst lässt es sich erklären, dass sich erwachsene Menschen für 45 Minuten in eine Schlange vor dem Boarding-Schalter einreihen anstatt noch sitzen zu bleiben? Um sich dann in einen völlig überfüllten Bus zu quetschen? Um dann 30 Minuten in einem (vom Vorflug) stickigen und stinkigen Flieger, auf zu engen Sitzplätzen zu hocken während nach und nach die anderen Passagiere eintrudeln?

Meine Freundinnen und ich fanden es auf alle Fälle große Klasse. Denn wir durften dieses Schauspiel aus der ersten Reihe beobachten. Während wir auf unseren Bänken saßen, Cola schlürften und Reiseführer studierten. Das Seltsamste war schlußendlich dann noch, dass wir es trotzdem in das Flugzeug geschafft haben. Ich weiß, ich weiß… Unglaublich oder? Vermutlich ein seltener Glücksfall…

Wir standen also auf als sich die Schlange auf etwa 10 Personen verkürzt hatte, kamen sofort an die Reihe, stiegen in einen nahezu komplett leeren Bus, kamen in das Flugzeug, vorbei an vielen (komischerweise sehr gestresst ausseheneden Menschen), setzten uns auf unsere Plätze und Voilà… flogen los… It´s a miracle!

Es verwundert den geneigten Leser vermutlich in keiner Weise, dass sich ein ähnliches Schauspiel erleben lässt, sobald der Vogel wieder Mutter Erde erreicht hat. Noch bevor die Stewardess eine Chance hatte, ihre Bitte sitzen und angeschnallt zu bleiben bis das Flugzeug seine endgültige Parkposition erreicht hat, vollständig zu äußern, quasi in dem Moment in dem der äußerste Zipfel des Reifens die Landeband gestreichelt hat, springen alle wie von der Tarantel gestochen auf, öffnen die Handgepäckklappen, fallen übereinander und… und… und… stehen Schlange! In einem Flugzeuggang! Der selbst bei wohlwollender Betrachtungsweise auch für einen Kleinwüchsigen eng und niedrig wäre!

Aber es ist ja auch logisch. Bekanntermaßen spucken die Gepäckbänder exakt zehn Sekunden nach der Landung die Koffer aus und wer dann nicht an den Bändern steht, muss seinen Urlaub ohne den Koffer antreten. Das Leben kann echt hart sein.

Da standen sie also, in gebückter Haltung, mit 10-Tonnen Rucksäcken (was als „Hand“gepäck durchgeht ist immer wieder erstaunlich) auf den Schultern und warteten. Wir saßen immer noch auf unseren Plätzen und beobachteten das Flughafenleben und die Schlangsteher (was sehr lustig war). Nach zehn Minuten des Stehens, eine Durchsage des Kapitäns: „Liebe Passagiere, offensichtlich hat das Flughafenpersonal gerade Probleme mit der Treppe. Wir öffnen die Türen sobald es möglich ist…“ Was soll ich sagen? DAS ist Schicksal. Es vergingen weitere 10 Minuten und die Türen öffneten sich. Natürlich durfte man nur aussteigen, wenn man bereits 20 Minuten im Flugzeuggang gestanden hatte. Alle anderen, die sitzen geblieben waren, mussten direkt wieder mit nach Deutschland fliegen. So, wie das eben immer gehandhabt wird…

Abschließend kann ich nur sagen, dass es mir ein vollständiges Rätsel ist, wie wir es nach Madeira und wieder zurück nach Deutschland geschafft haben, nachdem wir quasi alles falsch gemacht haben, was man nur falsch machen kann. Daran müssen wir noch arbeiten, sonst werden wir vermutlich eines Tages tatsächlich auf einem 24-Stunden Flug nach Neuseeland stehen müssen… Und wer will das schon?

PS: Neue Bilder für meine Misosuppe, die ich vorgestern wieder genossen habe. Wer mag, kann sie hier sehen.

Brownie Frucht Pizza II

Zutaten:

260 Gramm Schockolade, zartbitter (ich habe 64 % Kakao verwandt)
3 Eier
200 Gramm Zucker
190 Gramm Butter, sehr weich
1,5 EL Backkakao
1/3 TL Salz
120 Gramm Mehl
3 TL Vanille-Extrakt
1 gehäufter TL Instant-Espressopulver
3 EL heißes Wasser
200 Gramm griechischer Joghurt, 10 % Fett
100 Gramm Frischkäse, Zimmertemperatur
30 Gramm Zucker
1 Banane, geschält und in Scheiben geschnitten
1 Handvoll Erdbeeren, geputzt und in Scheiben geschnitten
1 Handvoll Heidelbeeren

Zubereitung:

Den Backofen auf 350 Grad Celsius Ober- / Unterhitze vorheizen. Eine Springform von 24 – 26 cm Durchmesser mit Backpapier auskleiden und gründlich einfetten. Beiseite stellen. Die Schokolade in der Mikrowelle oder bei sehr niedriger Temperatur auf dem Herd schmelzen und kurz abkühlen lassen.

Das Espressopulver in einer Tasse mit dem heißen Wasser übergießen, umrühren und ebenfalls beiseite stellen. Der Espresso wird den Geschmack der Schokolade stärker hervorheben, aber schmecken wird man ihn nicht. Die Butter mit dem Zucker cremig verrühren. Anschließend ein Ei nach dem anderen hinzufügen und jeweils unterrühren.

Mehl, Salz und Kakao in einer kleinen Schüssel vermischen. Die flüssige Schokolade unter die Butter-Ei-Masse ziehen und anschließend die Mehlmischung kurz unterheben. Auf keinen Fall länger rühren. Wenn die Masse zu lange bearbeitet wird, wird der Brownie während des Backens trocken.

Den Teig in die vorbereitete Backform geben und auf der mittleren Schiene des Backofens für 35 – 45 Minuten backen. Der Test mit dem Schaschlickspieß sollte feuchte Krümel, aber keinen nassen Teig ergeben. Aus dem Backofen nehmen und vollständig auskühlen lassen und aus der Form lösen.

Den Frischkäse cremig rühren und mit dem Joghurt und dem Zucker verrühren. Auf dem Brownie verstreichen und mit dem Obst garnieren.

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