April 29, 2013
mandarinenfalter

2 comments

Weiße Pizza mit Parmesancreme, Knoblauch und Speck… die Achtziger sind zurück…

Weiße Pizza mit Parmesancreme

Meine kleine Schwester sucht gerade nach einer Wohnung und vor zwei Wochen war ich zusammen mit ihr bei einer Besichtigung. Sind Wohnungsbesichtigungen nicht einfach toll? Es ist so interessant in fremde Wohnungen zu kommen und sich alles genau anzuschauen. Die Wohnung war hübsch und leider trotzdem nicht die richtige. Machte aber gar nichts. Denn auf dem etwa 2 Kilometer langen Weg von dort zu meiner lieben Ma hatten meine Schwester und ich diverse Begegnungen der dritten Art.

Gleich an der ersten Ampel ging es los. Vor uns ein VW Eos Cabrio in silbergrau mit offenem Verdeck. Es ist absolut nichts gegen ein Eos Cabrio in silbergrau einzuwenden, aber wirklich hip ist anders. Daraus schallte in voller Dröhnung Musik und über die Kopfstütze hinweg war ein blonder, im Takt der Musik wippender Kopf zu erkennen. Der wippende Kopf hatte die Frisur von Nick Carter in einer seiner schlimmsten Auswüchse (man erinnere sich an DAS hier) und gab wirklich alles, um cool rüberzukommen. Ab und zu fuhr er sich lässig mit einer Hand durch das wallende Haupthaar was leider dazu führte, dass wir seine Mega Pop Swatch am Handgelenk deutlich erkennen konnten (man erinnere sich an DAS hier). Die Musik war bedauerlicherweise auch nicht Metallica oder ähnliches sondern Footloose… Der Coolness-Faktor sank sekündlich arktischen Temperaturen entgegen.

Da er natürlich ausführlich mit Kopf-Wippen, Haare streicheln, Arm auf die Tür stützen und Cool-Sein beschäftigt war, kam das Autofahren etwas zu kurz und das Wort „Schlangenlinien“ wurde vermutlich nur für ihn erfunden. Und dann kam der absolute Tiefpunkt. Was soll ich sagen… es war möglich! Als wir die Spur wechselten und an ihm vorbeifuhren konnte ich seine Sonnenbrille entdecken…  Sie war 80er, sie war riesig, sie war eindeutig ein Damenmodell… und sie hatte riesige Glitzersterne an den Seiten (so ähnlich wie DAS hier).

Ich habe eindeutig einmal mehr den neuesten Trend verpasst. Die Achtziger sind zurück und ich bin kein bisschen vorbereitet. Und was den jungen Herrn angeht: An der übernächsten Ampel haben wir ihn verloren. Er war zwar leider nicht so cool wie er es gern gewesen wäre, aber er hatte eindeutig Spaß und was soll ich sagen? Ich mag Footloose!

Zutaten für 2 runde Pizzen:

1 Portion Pizzateig, Rezept hier
4 Knoblauchzehen
1 EL Butter
2 EL Mehl
1/2 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 TL frischer Thymian, fein gehackt
1/2 TL Oregano, getrocknet
1 EL Petersilie, fein gehackt
120 ml Milch, kalt
60 ml Sahne, kalt
30 Gramm Parmesan, frisch gerieben
1 rote Zwiebel, geschält und in Ringe geschnitten
1 Handvoll Zuckerschoten, gewaschen und in sehr feine Streifen geschnitten
100 Gramm Speck oder Bacon, in feine Streifen geschnitten
1 Kugel Mozzarella, zerupft

Zubereitung:
Den Pizzateig nach Rezept zubereiten, gehen lassen und den Backofen anschließend auf 230 Grad Celsius Ober- / Unterhitze vorheizen. Ein Backblech in die unterste Schiene des Backofens einlegen und aufheizen lassen (das ersetzt den Pizzastein).In der Zwischenzeit den Knoblauch schälen und fein hacken, die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Den Knoblauch etwa 1 Minute anschwitzen, er darf aber nicht braun werden. Das Mehl zufügen und unter rühren ebenfalls für etwa 1 Minuten kochen. Milch und Sahne in einem dünnen Strahl zugeben, dabei die Masse mit einem Schneebesen ständig schlagen. Mit dem Pfeffer würzen. Etwa 3 Minuten köcheln lassen bis die Sauce einzudicken beginnt. Den Topf vom Herd nehmen und den geriebenen Parmesan unterrühren.
Den Pizzateig zu zwei Runden Scheiben auswellen. Die weiße Sauce auf beiden Pizzen dünn verteilen. Mit dem Speck, der Zwiebel, den Zuckerschoten und dem Mozzarella belegen. Jeweils eine Pizza auf das vorgeheizte Blech geben und für 15 – 20 Minuten auf der untersten Schiene backen oder bis der Mozzarella eine schöne, goldbraune Farbe angenommen hat. Mit der zweiten Pizza ebenso verfahren.
Aus dem Backofen nehmen und die Kräuter darüberstreuen.
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2 thoughts on “Weiße Pizza mit Parmesancreme, Knoblauch und Speck… die Achtziger sind zurück…

  1. Vielleicht war der sonnenbebrillte, haarsteichelnde, swatchtragende Eos-Fahrer ja stilecht auf dem Weg zu einer Mottoparty?!?
    Mir wurde mal zu einem Krimidinner die Rolle der… ähem… „guten Seele“ (???) eines… *räusper, hüstel*… „einschlägigen Etablissements“ zugelost. Gut, war ja bei jemandem Zuhause und die rheinische Verkleidungslust ging mit mir durch, so fand ich mich samstags abends in Lederstiefeln, blonder Perrücke, auffälligstem Makeup (da kenne ich ja eh wenig Zurückhaltung) und einem Leopardenbademantel, der das offenherzige Outfit darunter nur knapp verbarg, in der U-Bahn wieder… DIE BLICKE! Oh dear…

    Ich finde, Deine weiße Pizza schreit nahezu nach grünem Spargel als Belag und ein wenig feinst geriebenes Zitronengras könnte ich mir versuchshalber auch darauf vorstellen 🙂

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    • DAS kann ich mir lebhaft vorstellen. Die dachten wahrscheinlich, Du wärst zu Deinem „Job“ unterwegs 😉

      Motto-Party wäre durchaus denkbar. Allerdings war es Sonntag und zwölf Uhr mittags. Wahrscheinlich also doch ein Dauer-Nostalgiker.

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