April 5, 2013
mandarinenfalter

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Porridge mit Honig und Früchten… Baden-Baden unter der Sonne…

Porridge I

Man muss ja leider feststellen, dass wir dieses Jahr vom Frühling nicht gerade verwöhnt werden. Wenn dann – wie gestern der Fall – endlich doch einmal die Sonne den Tag erhellt und uns mit glatten 14 Grad Celsius verwöhnt, muss man sich natürlich sofort ins Freie begeben. Mein Freund und ich haben diese Aufforderung auch in die Tat umgesetzt und uns auf den Weg ins schöne Baden-Baden gemacht und uns ein Parkhaus mitten in der Stadt gesucht. Vorsichtshalber habe ich keinen Blick auf die Preise geworfen, um an diesem Ort der Schönen und Reichen nicht sofort von einer Herzattacke niedergestreckt zu werden.

Man muss schon sagen, dass sich in dieser Stadt eine gewisse Häufung an teuren Bekleidungs- und Juweliergeschäften findet und wir hatten viel Spaß dabei uns gegenseitig mit den Preisen an diversen Ketten, Ringen und Uhren zu übertrumpfen. (Ha! Ich habe hier eine Kette für 10.395 Euro! – Das ist noch gar nichts, diese Uhr hier kostet 12.780 Euro!) Es gibt aber sehr viele schöne Gebäude und Straßenzüge, so dass wir uns schließlich lieber auf die Schönheiten der Stadt statt auf (wie ich leider sagen muss) relativ unattraktiven Goldschmuck konzentrierten. Kurhaus, Casino, Trinkhalle…

Porridge III

…Springbrunnen und eine auffällige hohe Anzahl an betuchten russischen Gästen, die in Pelzmäntel gehüllt durch die Straßen flanierten und sich von mir fotografieren ließen. Ich weiß auch nicht wie das kommt, aber ich werde häufig von fremden Leuten gebeten ein Foto von ihnen zu schießen. Offenbar habe ich eine Ausstrahlung, die den Leuten sagt, dass ich mich nicht mit ihrem Hab und Gut auf und davon mache. Dieses Mal wurde meine Vertrauenswürdigkeit  allerdings auf die Spitze getrieben. Da ich mir nicht sicher war, ob unser Geld für das bereits erwähnte Parkhaus ausreichen würde, habe ich den nächsten Geldautomaten angesteuert. Gerade als ich fertig war, kam eine Dame auf mich zu, um mich in gebrochenem Deutsch und russischem Akzent um Hilfe bei der Bedienung des Automaten zu bitten.

Mit Händen, Füßen und Englisch habe ich ihr schließlich begreiflich machen können, dass sie ihre Geheimzahl eingeben sollte, was sie dann auch prompt vor meinen Augen tun wollte. Mit einer beeindruckend schnellen 180 Grad-Drehung meinerseits konnte ich gerade noch verhindern, dass sie mir diese geheime Information (daher das Wort Geheimzahl) direkt präsentierte… aaaahhhhh! Was ist nur mit den Leuten los? Danach tippte sie mir auf die Schulter und verkündete mir ihren Plan 1.000 Euro abzuheben… Ich habe kurzzeitig überlegt, ob ich ihr hierzu möglicherweise gratulieren sollte, habe mich dann aber dafür entschieden ihr nur zu erklären wie sie an das Geld kommt, mich freundlich zu verabschieden und anschließend schnellstmöglich aus der Bank zu kommen.

Etwas erschöpft von den Ereignissen habe ich meinen Freund danach nur noch gefragt, ob er glaubt, dass ich als nächstes von fremden Menschen gefragt werde, ob ich ihr Trauzeuge bei einer spontanen Hochzeit sein könnte…

Porridge IV

Nach dem Besuch von Baden-Baden sind wir zu Erholungszwecken über die Grenze nach Frankreich gefahren, um noch in einem Supermarkt einzukaufen. Ich habe mir etwa 12 – 15 Tafeln französische Dessertschokolade gegönnt, um auch in Zukunft schokoladige Nachtische und Kuchen herstellen zu können und das hat mich selbstredend sofort entspannt. Es war wirklich ein sehr schöner Tag und bevor ich es vergessen… Das Parkhaus in Baden-Baden… das mitten in der Innenstadt… sie wollten für jede Stunde einen Euro von uns… geradezu unfassbar günstig… unglaublich!

Porridge II

Zutaten für 2 Personen:

100 Gramm Haferflocken, Blütenzart
300 Gramm Milch
200 Gramm Wasser
80 Gramm Mandelplättchen
2 kleine Bananen
Beeren oder anderes Obst
Honig oder brauner Zucker

Zubereitung:

Die Mandelplättchen in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze hellbraun rösten. Das Aroma ist wundervoll und erinnert leicht an frisches Popcorn. Beiseite stellen. In einem kleinen Topf Milch, Wasser und Haferflocken bei mittlerer Hitze unter Rühren aufkochen, die Temperatur zurücknehmen und solange rühren bis ein etwas festerer Brei entstanden ist (er sollte aber immer noch schwer reißend vom Löffel fallen). Wer mag kann zum Porridge noch etwas braunen Zucker zufügen. Die Bananen schälen und in feine Scheiben schneiden. Porridge in zwei Tellern anrichten und mit den Mandelplättchen bestreuen. Bananen und Beeren darauf verteilen und mit Honig beträufeln. Sofort servieren. Statt der Beeren kann man auch fein geraspelten Apfel, anderes Obst oder Rosinen zugeben.

Porridge V

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11 thoughts on “Porridge mit Honig und Früchten… Baden-Baden unter der Sonne…

  1. Baden-Baden ist nett. Mehr aber auch nicht 🙂 Aber ich musste herzlich lachen, als ich das Taubenbild gesehen hab 😀

    Lg und ein schönes Wochenende! Anna

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  2. Ha, ich habe letztens in Calw einen Lachanfall vor dem Parkautomaten bekommen als 1,5 h sage und schreibe 50 Cent gekostet haben! Ich bin doch müncher Preise gewohnt (gleiche Parkdauer: € 8,00).

    Porridge kenne ich als deutlich weniger luxuriöse Variante – in Wasser gekocht, mit einem Löffel Zucker drüber oder auch nur ein bisschen Salz. Das ist dann die südschottische Allerwelts-Ausgabe 😉

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    • Ja, aber weißt Du, das war dann wenigstens München. Da erwartet man solche Preise ja. Wenn Du aber in Pforzheim für 2,5 Stunden 5,10 Euro bezahlen musst, dann fragst du dich schon, ob jetzt der Größenwahn ausgebrochen ist.

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  3. Ich liebe Porridge! Auch die Sparvariante mit Wasser. Ist schnell gemacht und hält auch ordentlich satt. Und das die Baden-Baden-Tauben auch noch so schön im den badischen Farben beschriftet worden sind-frisch auf, frisch auf ;-)!

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    • Ich muss Dir auch sagen, dass in der ganzen Stadt eine Vielzahl an badischen Landesflaggen zu sehen war. Vermutlich nehmen es die Leute dort damit besonders genau, wo sie ja schon täglich mit der Doppelnennenung (BADEN BADEN) konfrontiert werden 😉

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  4. Mmmh Porridge! Das Foto lässt mir glatt das Wasser im Mund zusammenlaufen!
    Seit meine Kinder das bei Harry Potter gelesen haben, gibt es das bei uns häufig. Am einfachsten finde ich das Abmessen noch mit cups (1 cup Haferflocken/Milch/Wasser pro Person)… und Ahornsirup ist auch ne tolle Ergänzung!

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  5. Mein jeden-Tag-Frühstück, macht immer so lange satt und eignet sich perfekt für einen langen Schultag…auch wenn mein Papa immer komisch guckt und es Hasenfutter nennt 😀 Tolles Foto und die Idee mit den Mandeln werde ich gleich mal ausprobieren…sieht lecker aus!
    Liebe Grüße 🙂

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