März 28, 2013
mandarinenfalter

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Englische Muffins… kleine, gemeine Männchen…

Englische Muffins I

Manchmal glaube ich, dass in meiner Wohnung kleine unsichtbare Männchen wohnen, die immer genau die Sachen verstecken, die ich gerade ganz besonders dringend suche. Ich meine, ich war es wohl kaum, die meinen Haustürschlüssel nach dem Einkauf im Kühlschrank abgelegt hat. Oder meine Nagelfeile statt im Badezimmerschrank im Bücherregal verstaut hat… oder? Und ich würde doch auch nicht meinen MP3-Player verstecken, damit ich dann wie verrückt durch die Zimmer renne, weil ich ohne Musik nicht putzen kann. Das ist alles nicht möglich. Ganz sicher wohnen also kleine unsichtbare Männchen bei mir, die großen Spaß daran haben mich zu ärgern… Das wäre zumindest eine etwas phantasievollere Lösung.

Stattdessen werde ich wohl zugeben müssen, dass ich häufig in Gedanken bin während ich einfache Aufgaben erledige (wie z.B. Einkäufe verstauen). Ich denke dann über alles Mögliche nach (gerade gelesene Bücher, das Wetter, den Weltfrieden, das Wetter, russische Ikonen, das Wetter, den letzten Kinofilm, das Wetter, Rezepte oder auch das Wetter um nur Einiges zu nennen) und dabei lege ich dann völlig in mich versunken Sachen an den unmöglichsten Stellen ab. Und zehn Minuten später gerate ich in Panik, weil es einfach etwas an den Nerven zerrt, wenn plötzlich der Hausschlüssel fehlt. Ich habe ihn übrigens inzwischen schon zweimal aus dem Kühlschrank gezogen und muss damit leben, dass ich etwas von einem zerstreuten Professor an mir habe… aber es könnte schlimmer sein.

Was ich allerdings nie vergessen sind gute Rezepte und diese englischen Muffins gehören ganz sicher dazu. Ich weiß, ich weiß… wenn man das Wort Muffins hört, denkt man an süße, kleine Kuchen und nicht an so etwas. Aber das sind sie: Englische Muffins. Sehr einfach herzustellen, super fluffig und so lecker!

Englische Muffins II

Zutaten für 10 Stück:

300 Gramm Mehl, Type 550 + etwas mehr
120 ml Milch, lauwarm
120 ml Wasser, lauwarm
5 Gramm Trockenhefe
1 gehäufter EL Honig
1 kräftige Prise Salz
25 Gramm Butter, sehr weich
Maismehl

Zubereitung:

Milch und Wasser müssen wirklich eine angenehme, lauwarme Temperatur haben damit die Hefe sich wohlfühlt. Dann Honig und Hefe zugeben. Alles verrühren und für 5 – 10 Minuten beiseite stellen. Die Butter mit dem Salz gut verrühren. Die Hefe ist bereit, wenn sich auf der Oberfläche blubberige Bläschen gebildet haben und alles irgendwie leicht aufgequollen aussieht. Mit der Butter vermengen und nach und nach das Mehl zugeben. Vermutlich benötigt man etwas mehr als 300 Gramm Mehl, aber das hängt von vielen Faktoren wie dem Mehl selbst, Luftfeuchtigkeit usw. ab. Ich habe insgesamt 325 Gramm Mehl benötigt, aber man sollte sich langsam vortasten. Der Teig ist fertig, wenn er sich in einem Klumpen von der Schüssel löst und trotzdem noch ganz leicht klebrig ist.

Eine Arbeitsfläche großzügig mit Maismehl bestreuen. Den Teig noch einmal gründlich durchkneten und eine Rolle daraus formen. Im Maismehl wälzen und in zehn Stücke schneiden. Jedes Stück hatte bei mir etwa 2 – 3 cm Stärke. Jeden Roh-Muffin mit den Finger in eine runde Form drücken. Von beiden Seiten mit etwas Maismehl bestäuben, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit einem sauberen Küchenhandtuch abdecken. Für 1,5 Stunden zum Gehen an einen warmen, nicht zugigen Platz stellen.

Eine große Pfanne auf den Herd geben und eine niedrige Hitze einstellen (mein herd hat 6 Stufen und ich habe die 2 -3 Stufe gewählt). KEIN Fett in die Pfanne geben. Man muss mit den rohen Muffins sehr zart und vorsichtig umgehen. Nach dem Gehen sind sie nämlich zu fluffigen kleinen Küchlein aufgegangen und wenn man nicht aufpasst, fallen sie komplett in sich zusammen. Also mit einem Pfannenwender vorsichtig einige Muffins in die Pfanne geben. Sie dürfen sich nicht berühren und es sollte ruhig etwas mehr Abstand zwischen ihnen sein, denn sie gehen noch weiter auf.

Von jeder Seite 5 – 8 Minuten „braten“, so dass auf jeder Seite eine schöne Bräune entsteht. Wenn man sich nicht sicher ist, kann man auch seitlich einen Schaschlikspieß einstechen und wenn kein feuchter Teig daran hängenbleibt, ist der Muffin fertig. Am allerbesten frisch mit Butter und Honig genießen. Unglaublich fluffig und lecker!

Rezept abgewandelt nach: My Fair Baking

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