Januar 18, 2013
mandarinenfalter

3 comments

Selbstgemachter Vanille-Extrakt

Vanille-Extrakt

Ich liebe es, wenn man mit wenig Aufwand eine große Wirkung erzielen kann. Das geht eigentlich fast nicht besser als mit selbstgemachtem Vanille-Extrakt. In der amerikanischen Küche, besonders im Dessert- und Backbereich, kommt sehr viel Vanille-Extrakt zum Einsatz. Kaum ein Rezept kommt ohne ihn aus. Vanille-Extrakt oder auch Vanille-Paste ist in Deutschland nur sehr schwer aufzutreiben (meist nur über das Internet) und kostet horrende Summen. Als ich das letzte Mal bei meiner Tante im Tessin war, habe ich 6 Döschen à 65 Gramm gekauft. Ich habe dafür 50 Euro bezahlt… Wahnsinn!

Da ich sehr viel backe, ist dieses schwarze Gold leider immer sehr schnell verbraucht. Also habe ich nach Mitteln und Wegen gesucht den Kosten etwas zu senken und bin auf dieses Rezept gestoßen. Damit habe ich statt für 0,39 Liter 50 Euro, für 0,75 Liter 20 Euro bezahlt (Vanilleschoten über das Internet in großen Bündeln kaufen, das senkt den Preis enorm). Wenn ich noch bedenke, dass nach Entnahme immer wieder Wodka nachgefüllt werden kann, senken sich die Kosten noch weiter.

Falls sich jemand fragt, ob es unbedingt Wodka sein muss… nein, es würde auch mit Rum o.ä. funktionieren. Wodka hat aber keinen Eigengeschmack und eignet sich daher am Besten.

Zutaten für 0,75 Liter:

0,75 Liter Wodka
12 Vanilleschoten
1 großes, dicht schließendes Glas
3 – 6 Monate Zeit

Zubereitung:

Die Vanilleschoten der Länge nach aufschlitzen, aber die beiden Hälften nicht komplett voneinander trennen. Sie sollen am Ende aneinander hängen bleiben. Die Schoten in das Glas geben und mit dem Wodka auffüllen. Die Vanilleschoten müssen komplett mit dem Alkohol bedeckt sein. An einem dunklen, kühlen Ort lagern und alle 3 bis 4 Tage einmal kräftig durchschütteln. Nach drei Monaten kann der Extrakt verwendet werden. Nach weiteren drei Monaten ist er noch intensiver und dunkler. Der Extrakt kann immer wieder mit neuem Wodka aufgefüllt werden ohne dass die Schoten ausgewchselt werden müssen.

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3 thoughts on “Selbstgemachter Vanille-Extrakt

  1. Ist 3 MONATE richtig? Ich kenn es mit 3 Wochen… Sicher wird es nur besser, je länger es steht, aber so als untere Grenze der Ziehzeit?
    Ich bin ja zu faul/dem Backen nicht annähernd leidenschaftlich genug zugetan für so Späßchen und ersetze Pure Vanilla Extract schlicht mit 1/2 ausgekratzten Vanilleschote pro tbs im Rezept und einem kleinen Schluck Flüssigkeit extra (meist etwas Alkoholisches, das im Rezept vorkommt oder auch einfach so Rum). Hatte bisher noch nicht das Gefühl, dass das ganz gut passt 😉

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    • Ja, das klingt lang. Aber es sind tatsächlich 3 – 6 Monate. Man kann quasi täglich beobachten, wie es dunkler wird und noch „vanilliger“ riecht.

      Wenn ich zum backen ganze Vanilleschoten verwende, tut es mir irgenwie immer um die schönen Schoten leid. Auch wenn ich sie anschließend immer noch für meinen selbstgemachten Vanillezucker verwende 🙂

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      • Als alternative „Anschlußverwendung“ für ausgekratzte Vanilleschoten schlage ich vor, sie als dekorative Rührstäbchen in heißer Schokolade zu benutzen… Hmmmmhmmm. Für extra fancy-ness kann man die obersten Enden mit Serviette o.Ä. umwickeln, dann werden die geschätzten Pfötchen nicht klebrig/vanillig.

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