Januar 11, 2013
mandarinenfalter

2 comments

Mighty Mulligatawny Soup… mit Bonnie Tyler auf dem Pfad des Kriegers…

Mighty Mulligatawney

Musik ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Nicht weil ich eine wunderbare Singstimme hätte oder ein Virtuose der Geigenkunst wäre (man ersetze beliebig: Klavier, Trompete, Blockflöte, Triangel…) Aber es ist einfach so, dass ich Aufgaben und Arbeiten, die ich nicht gern erledige nur aus einem einzigen Grund schaffe… weil der MP3-Player erfunden wurde und ich währenddessen Musik hören kann. Saugen, Bad putzen, Küche schrubben… Musik ist die Lösung für sämtliche Probleme.

In solchen Momenten ist dann ein besonderes Augenmerk auf die Auswahl der Titel zu legen. „Time in a bottle“ von Jime Croce ist beispielsweise ein wunderbares Lied, aber ich könnte dabei nie staubsaugen, weil ich nach 30 Sekunden schlafend auf dem Sofa liegen würde. Erste Lieder der Wahl sind dann „Pon de replay“ von Rihanna oder „Can´t take my hands of you“ von den Soultans. Warum? Ganz einfach… mit diesen Liedern kann ich währenddessen durch die Wohnung tanzen und das gibt mir mehr Energie als alles andere zusammen.

Bei manchen Liedern muss man aber auch vorsichtig sein, wie man sie einsetzt. In den seltenen, sehr seltenen Fällen, dass ich keine Lust habe Lebensmittel einzukaufen (etwa alle 6 Monate vorkommend) bin ich auch mit Kopfhöreren unterwegs. Ich habe gelernt in diesen Fällen Bonnie Tyler mit „Holding out for a hero“ oder Mike Batt mit „Ride to Agadir“ zu meiden. Beide Lieder führen unwillkürlich dazu, dass aus jedem Einkauf eine Angelegenheit auf Leben und Tod wird. Wenn man aber mit leicht abgewinkelten Armen und fest entschlossenem Schritt durch die Gemüseabteilung stapft, sehen einen die älteren Damen immer an als ob man ein Schwerverbrechen plante… nicht gut.

Jetzt gerade höre ich „Poison“ von Alice Cooper und schreibe an diesem Blogeintrag. Das Rezept stammt übrigens aus dem Kochbuch, das mir meine Freunde zum vorletzten Geburtstag geschenkt haben. Und jetzt erst komme ich dazu das erste Gericht zu kochen. Aber… besser spät als nie und die Suppe war ungewöhnlich, irgendwie cool und vor allem sehr lecker. Danke Freunde!

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Zutaten für 6 Personen:

250 Gramm Rinderhackfleisch
Olivenöl
1 rote Paprikaschote, geputzt ohne Samen und in feine Würfel geschnitten
4 Knoblauchzehen, geschält und sehr fein geschnitten
2 Mohrrüben, geschält und fein gewürfelt
1 rote Zwiebel, geschält und in feine Würfel geschnitten
3 cm frischer Ingwer, geschält und fein gehackt
1 – 2 frische rote Chilischoten, ohne Samen, sehr fein geschnitten
2 EL Tomatenmark
1 gehäufter EL Currypaste
1 Bund frischer Koriander
1 EL Barbecue-Sauce
Salz
Schwarzer Pfeffer
1,5 l Rinderbrühe
350 Gramm Butternusskürbis, entkernt, geschält und in 1 cm breite Streifen geschnitten
frischer Thymian (einige Zweige)
1 Tasse Reis
Garam Masala
Naturjoghurt

Zubereitung:

Einen großen Topf auf den Herd geben und etwas Olivenöl erhitzen. Das Rinderhackfleisch etwa 7 Minuten anbraten. Das Fleisch dabei gelegentlich umrühren und zerkrümeln. Anschließend Mohrrüben, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, den größten Teil der Chilischoten und die Paprika zufügen. Die Korianderblättchen von den Stielen zupfen und in einer Tasse mit kaltem Wasser aufbewahren. Die Korianderstiele fein schneiden und zum Fleisch geben. Alles etwa 10 Minuten köcheln lassen.

Im Anschluß die Barbecue-Sauce, das Tomatenmark und die Currypaste einrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Rinderbrühe angießen. Die Suppe unter gelegentlichem Rühren etwa 40 Minuten bei mittlerer Temperatur köcheln lassen.

In der Zwischenzeit den Kürbis in etwas Olivenöl anbraten. Thymianblättchen abzupfen und mit einigen Prisen Garam Masala zum Kürbis geben. Den Topf mit einem Deckel schließen und etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze garen bis der Kürbis weich ist. Gelegentliches Umrühren nicht vergessen. Den Reis und zwei Tassen Wasser zufügen, mit Salz und Pfeffer würzen. Den Deckel wieder auflegen und alles ca. 8 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Anschließend die Herdplatte ausschalten und den Reis zugedeckt noch weitere 8 MInuten quellen lassen.

Die Suppe auf Teller verteilen, eine Kelle Kürbisreis darauf geben, mit Joghurt, dem restlichen Chili und den Korianderblättern garnieren.

Rezept: Jamie Oliver

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2 thoughts on “Mighty Mulligatawny Soup… mit Bonnie Tyler auf dem Pfad des Kriegers…

  1. Das sieht lecker aus! Herzhaft und wärmend… Und sehr britisch, nicht?

    Ich hoffe, Du wählst nicht mal aus Versehen das falsche Lied im Supermarkt- sonst findet man Dich schlafend in Salatblätter gewickelt wieder 😉 Hihi…

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    • Ich sage Dir das Eine: Nach einer anstrengenden Woche bei der Arbeit könnte ich mich Samstag morgens beim einkaufen manchmal wirklich sehr gern in sie Regale legen, um eine Runde auszuspannen. Allerdings fändest Du mich eher bei den Backwaren. Gemüse wird oft aus so einer Sprühanlage mit Wasserdampf befeuchtet… und ich will ja nicht schimmeln 😉

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