Januar 3, 2013
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Neapolitanische Fleischbällchen in Tomatensauce… manche Dinge brauchen Geduld…

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Man lernt in der Küche, wie bei allen anderen Dingen im Leben nie aus. Was Tomatensauce angeht habe ich von den Italienern folgendes gelernt: Damit eine Tomatensauce wirklich gut und vor allem intensiv nach Tomaten schmeckt, muss sie mindestens eine Stunde, besser aber noch zwei auf kleiner Flamme vor sich hin köcheln. Erst dann entfaltet sie ihr ganzes, unvergleichliches Aroma. Das ist auch gar kein Problem. Denn die Tomatensauce will keineswegs, dass man die ganze Zeit neben ihr steht und sie bewacht. Nein, nein… die Tomatensauce schätzt ihre Selbständigkeit und möchte nicht zu häufig belästigt werden. Sie möchte vielleicht alle 15 Minuten einmal sanft mit dem Kochlöffel bewegt werden und das war es auch schon. In der Zwischenzeit kann man allerhand andere wunderbare Dinge (z.B. backen) oder auch weniger wunderbare Dinge (z.B. bügeln) erledigen und wenn man damit fertig ist, ist auch die Sauce soweit in den Mund zu wandern und von dort Glücksgefühle in den gesamten Körper auszusenden. Und da es völlig egal ist, ob die Tomatensauce 110 oder 120 oder 130 Minuten köchelt, ist sie immer genau dann bereit und fertig, wenn die Pasta al dente gegart ist. Was für eine perfekte Welt…

Zutaten für 4 Personen:

für die Fleischbällchen:

500 Gramm gemischtes Hackfleisch
25 Gramm Brot (Ciabatta), nur das weiche Innenleben, in sehr feine Stücke geschnitten
25 Gramm Parmesan, frisch gerieben
10 Blätter Basilikum, fein gehackt
1 Ei
1 EL Vollmilch
1 kleine Zehe Knoblauch, geschält und sehr fein gehackt
Salz
Pfeffer
2 EL Olivenöl

für die Tomatensauce:

1 kleine Zwiebel, geschält und fein gehackt
1000 ml passierte Tomaten
150 ml Rotwein
Salz
Pfeffer
frisches Basilikum

Fleischbällchen

Zubereitung:

Eine große Schüssel bereitstellen und alle Zutaten für die Fleischbällchen (bis auf das Hackfleisch) hineingeben. Eine Gabel zur Hand nehmen und alles so lange miteinander vermischen bis eine homogene Masse entstanden ist. Jetzt erst das Hackfleisch zugeben und so rasch wie möglich einarbeiten, dabei das Fleisch so kurz wie möglich bearbeiten. Jetzt fragen sich bestimmt einige, warum das Hackfleisch nicht direkt zugegeben wird: Je länger Hackfleisch bearbeitet wird, desto härter und massiver werden die Fleischbällchen und das wäre doch sehr schade. Anschließend die Fleischmasse mit den Händen zu golfballgroßen Bällchen formen.

In einer sehr großen Pfanne die zwei Esslöffel Olivenöl bei mittlerer Hitze erwärmen und die Fleischbällchen von beiden Seiten für einige Minuten anbraten. Die Bällchen in zwei Ladungen in der Pfanne braten, da sie sich nicht berühren sollten. Die Fleischbällchen sollen nur von beiden Seiten eine schöne Farbe bekommen und nicht durchgebraten werden.

Anschließend die Fleischbällchen aus der Pfanne nehmen und auf einen Teller setzen. In das Bratenfett der Fleischbällchen nun die Zwiebelstücke geben (die Röstaromen geben einen sehr guten Geschmack!) und glasig braten. Mit dem Rotwein ablöschen und einmal aufkochen lassen. Danach die passierten Tomaten mit etwas Salz und Pfeffer zugeben. Alles gündlich verrühren und die Temperatur auf eine niedrige Stufe zurückfahren. Die Tomatensauce sollte sanft vor sich hin köcheln.

Die Fleischbällchen wieder zugeben und alles für mindestens 1 Stunde und 45 Minuten (gern etwas länger) auf dem Herd lassen. Einen Deckel auf die Pfanne geben, allerdings so, dass ein Spalt offen bleibt aus dem der Wasserdampf entweichen kann (wir wollen Tomatengeschmack… kein Wasser in der Sauce). Alle 15 Minuten vorsichtig umrühren. Ganz am Ende mit Salz und Pfeffer abschmecken, etwas frisch gerupftes Basilikum unterheben und mit Pasta servieren.

Rezept: Laura in the kitchen

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