Oktober 6, 2012
mandarinenfalter

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Kokoskuchen… Stau, Stau, Stau…

Der Stau und ich sind gute Bekannte. Uns Freunde zu nennen hielte ich für übertrieben, da ich hierfür positive Gefühle jedweder Art für ihn empfinden müsste, was – wie ich nachdrücklich versichern darf – nicht der Fall ist. Noch vor Kurzem bin ich jedes Mal, wenn der Stau und ich uns auf der Autobahn begegnet sind (was häufiger vorkommt), einem mittelprächtigen Wutanfall erlegen. Das hat sich mittlerweile geändert. Es bringt einfach absolut nichts sich aufzuregen. Zum einen ist der Stau einfach stärker als ich (auch wenn es schwerfällt das zuzugeben) und zum zweiten werde ich den Stau genau so schnell wieder los, wenn ich entspannt bleibe – abzüglich der Gefahr den frühen Tod durch Herzversagen zu erleiden. Also… entspannt bleiben und Musik hören.

Meine Freundin S. und ich teilen auch eine (vielleicht etwas merkwürdige) Faszination während des sinnlosen Herumstehens auf einer Autobahn (weil man dem Stau begegnet ist). Dieses seltsame Gefühl, Dinge auf einmal in Ruhe und im Detail sehen zu können, die sonst nur so einem vorbeifliegen. Den grobkörnigen Asphalt, die Fahrbahnmarkierungen, das Gestrüpp zwischen den Fahrbahnen, die Lärmschutzwände, Überreste von FastFood Verpackungen, haufenweise Schuhe und wenn man sehr viel Glück hat ein Sofa oder Ersatzrad… Und dann auch die Menschen in den anderen Autos. Entnervte Urlauber aus Holland und schicksalsergebene LKW-Fahrer aus der Slowakei. Links von mir ein Smart mit einem schicken Yuppie-Päarchen (Sonnenbrillen trotz Dauerregen), rechts ein Endfünfziger in einem gewaltigen SUV, der so laut Musik hört, dass ich das Lied auch durch zwei geschlossene Fenster erkennen kann. Leider ist es Maria Magdalena von Sandra und nicht Highway to Hell…

Zutaten:

3 große Eiweiß (90 Gramm)
190 Gramm Cream of Coconut
3/4 TL Vanille-Extrakt
90 Gramm Zucker
35 Gramm Kokosraspel
200 Gramm Mehl, Typ 405
2 1/4 TL Backpulver
1/2 TL Salz
113 Gramm Butter, zimmerwarm
360 ml süße Sahne
1 EL Zucker oder mehr nach Geschmack
Kokosraspel zur Dekoration
Erdbeeren, geputzt und halbiert
1 Springform 23 cm Durchmesser

PS: Falls jemand die Mengenangaben seltsam findet… das liegt an den amerikanischen Maßeinheiten. 1 Stick Butter hat einfach 113 Gramm… da bin ich machtlos.

Zubereitung:

Die Springform buttern und den Boden mit Backpapier auslegen. Den Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. In einer fettfreien Schüssel die Eiweisse und das Salz mit einem Handrührgerät solange schlagen bis steife Spitzen entstanden sind. In einem Mixer die Kokosraspeln mit dem Zucker zu einem feinen Mehl zermahlen. In einer zweiten Schüssel diese Mischung mit dem Mehl und Backpulver gründlich mit dem Handrührgerät auf niedriger Stufe verrühren. Butter, Vanille und Cream of Coconut unterrühren (weiterhin auf niedriger Stufe). Mit einem Kochlöffel o.ä. die Eiweisse vorsichtig aber nicht zu langsam unter den Teig heben. Die Fluffigkeit soll erhalten bleiben. Den Teig in die Springform geben und vorsichtig glatt streichen. Im Backofen für 30 bis 40 Minuten backen oder bis der Test mit dem Schaschlikspieß keine nassen Teigreste mehr erkennen lässt. Auf dem Gitterrost auskühlen lassen.

Für das Topping die Schlagsahne mit dem Handrührgerät schlagen bis sie beginnt fester zu werden. Den Zucker zugeben und so lange schlagen bis die Sahne steif ist. Auf dem Kuchen verteilen, mit den Kokosraspeln garnieren und den Erdbeeren belegen. Nicht zu akkurat vorgehen, etwas verwegener sieht immer besser aus (meiner Meinung nach).

Rezept: abgewandelt nach Rose Levy Beranbaum

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