Oktober 3, 2012
mandarinenfalter

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Hähnchen Nuggets mit Dip… die Sache mit dem Wolf…

Die Menschheit ist den erstaunlichsten Moden und Trends unterworfen. Im 18. Jahrhundert trugen die Damen, die es sich leisten konnten Röcke, die so breit waren, dass sie nur seitlich durch die Türen gehen konnten. Später auch gerne ein Korsett, das im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend war. Vor ein paar Jahren waren bei jungen Herren Hosen in Mode, die man beim Treppensteigen festhalten musste, damit sie nicht den Blick auf die komplette Boxershorts freigaben (statt nur die halbe) und in China war es noch bis ins 20. Jahrhundert hinein üblich kleinen Mädchen die Füße zu brechen und zu binden, bis der Füß maximal noch 15 Zentimeter lang war. Die Menschen kommen also auf die seltsamsten Ideen.

Momentan sind die Verhältnisse etwas gemäßigter (wobei ich nicht weiß, ob ich das Durchstechen sämtlicher Körperteile mit kleinen Metallstäben noch dazu zählen würde), deshalb aber nicht weniger bemerkenswert. Am letzten Sonntag war ich mit meiner Freundin M. und ihrer Mutter in Nagold, wo gerade die Landesgartenschau zu Ende geht. Es war gutes Wetter, dementsprechend auch viel los und ich konnte wieder einem meiner liebsten Hobbies frönen: Menschen beobachten. Natürlich, ich gebe zu: Die Landesgartenschau ist eine Outdoor-Aktivität… und man bewegt sich auf seinen Füßen… im Grünen… und manchmal geht es sanft aufwärts… und manchmal sanft abwärts… Vielleicht ist es also notwendig, dass man sich von Kopf bis Fuß in die Marke mit dem Wolf kleidet. Inklusive schwerer Wanderstiefel und einer Outdoorjacke ausgelegt für – 40 Grad Celsius. Denn… wie gesagt… man ist im Freien… der Natur hilflos ausgeliefert… Es könnte jederzeit auf der Landesgartenschau ein Achttausender zu besteigen sein oder uns ein Blizzard mit arktischem Kälteeinbruch überraschen… da muss man schon vorbereitet sein. Um die Sache noch zu toppen, kam dann aber noch der Partnerlook ins Spiel…. ihr denkt ich scherze? Oh nein: Ich konnte an diesem Tag 21 Personen ausmachen, die dem Wolf verfallen waren. 6 davon im Partnerlook. Das heißt: Exakt gleiche Jacke in der gleichen Farbe, mit den gleichen Hemden und den gleichen Schuhen… Fast schon ein wenig unheimlich… und irgendwie auch nicht weniger spannend als Reifröcke…

Zutaten für 4 Personen als Snack oder 2 Personen als Hauptmahlzeit:

4 Hühnerbrüste
2 verquirlte Eier
150 Gramm Semmelbrösel
150 Gramm Mehl
50 Gramm geriebener Parmesan
200 Gramm Frischkäse
etwas Milch
50 Gramm Bergkäse o.ä., fein gerieben
1 TL Knoblauch aus der Presse
Pflanzenöl
Glatte Petersilie, Salz und Pfeffer nach Belieben

Zubereitung:
Die Hühnerbrüste in Stücke schneiden (die Größe variiert, je nachdem wie groß man seine Nuggets haben möchte). Semmelbrösel und Parmesan in einen Mixer geben und solangebearbeiten bis eine feines Mehl entstanden ist. Drei tiefe Teller bereitstellen und das Mehl, die Eier und die Semmelbröselmischung in jeweils einen der Teller geben. Jedes Fleischstück zuerst von allen Seiten durch das Mehl ziehen, danach durch die verquirlten Eier und schließlich durch die Semmelbröselmischung. Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen (mittlere Hitze) und die Nuggets von allen Seiten braten bis sie eine schöne goldbraune Farbe angenommen haben. Aus der Pfanne nehmen und auf einem Teller mit etwas Küchenpapier lagern. So kann auch etwas von dem überschüssigen Öl atropfen.
Um den Dip zuzubereiten den Frischkäse für etwa 30 Sekunden in die Mikrowelle geben. Soviel Milch dazugeben, dass eine glatte, cremige Masse entsteht. Den gepressten Knoblauch und den Bergkäse hinzugeben. Nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen. Zusammen mit den Nuggets servieren. Ein paar Pommes Frites können natürlich auch nicht schaden.
Rezept: Pinch of Yum
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8 thoughts on “Hähnchen Nuggets mit Dip… die Sache mit dem Wolf…

  1. Berufsbedingt verbringt unsereiner diesen schönen Tag am PC und da man sich ja sonst nix gönnt, schau ich wenigstens bei Dir vorbei und siehe da, schon wieder ein wunderbares Rezept. Jetzt habe ich Hunger!!! Mal sehen, ob sich irgendwo noch eine trockene Scheibe Brot findet. Sieht wirklich prima aus. Schade, daß man Essen noch nicht durchs Handy verschicken kann.

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  2. Uh, wie langweilig wäre denn das! Praktisch sicherlich, aber wo bliebe denn da das Erlebnis?!? So eines, wie ich es heute hatte. Ich habe mal wieder dein hiervorragendes Briochezrezept gebacken und den Teig schön neben dem anderweitig benutzten warmen Backofen platziert. Und was soll ich sagen – ich musste ihn quasi mit Gewalt wieder in die Form zurückdrücken, da er ein winzigkleines bisschen zu viel gegagen war. Er hing wie die Schlappohren eines Cocker Spaniels zu beiden Seiten der Form herunter ;-).

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    • Das stelle ich mir gerade bildlich vor 🙂 Du im Kampf mit dem Brioche-Dackel… 😉 Demnächst werde ich einen Beitrag zu den Brioche-Schnecken von letztem Samstag einstellen… gefüllt mit einer leckeren Vanillecreme. Bin schon gespannt, was Du zu ihnen sagen wirst.

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  3. Warum bin ich nur immer nicht da, wenn ihr Euch dem Brioche hingebt?!? Oder den wunderbar appetitanregenden ChickenNuggets?
    Zumal ich dann dort sein muss, wo die Menschheit zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit in Wolfs-Ganzkörper-Outfits auftritt.
    Ist klar, man ist in den Alpen. Da muss man gerüstet sein. MItten im August, 35 Grad, in einem Kaffeehaus oder auch bei der geführten Stadtbesichtigung mit der Busreisegruppe- das Wetter wechselt hier sprunghaft, das darf man nicht unterschätzen! Unterstände finden sich nicht immer schnell, da ist man den Naturgewalten schutzlos ausgeliefert.

    Das Beste?!? Dort, wo man ob roher Wetterverhältnisse die Polarexpeditionsausrüstung gebrauchen könnte (z.B. mittleres Schottland)- dort trägt der hartgesottene Ureinwohner ganzjährig TShirtchen und FlipFlops!!!

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    • Am Samstag werden wir das ändern! Schlemmen bis zum umfallen auch für Dich!

      Jetzt wo Du es erwähnst fällt mir auch wieder ein, dass Engländer und Iren (über die Schotten kann ich da noch keine Aussage treffen) die Kleidung nicht von Temperaturen, sondern vom Sonnenschein abhängig machen. 12 Grad und Sonnenschein? Her mit den kurzen Röckchen und Sandalen. 22 Grad und bedeckter Himmel mit leichtem Nieselregen? Wollmantel und Mütze sind angesagt.

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  4. Definitiv hohes Suchpotential bei diesen Goldstueckchen. Hab sie nach Rezept zubereitet und dann in Butaris gebacken – sehr lecker. Den Dip habe ich ebenfalls ausprobiert, schmeckt toll mit frischem Schnittlauch, ist aber nicht gerade kalorienarm. Aber wer will das schon? Bei uns gabs Pommes und grünen Salat dazu. Einziger Wehrmutstropfen: meine schöne große blaue Tupperschuessel musste dran glauben, als ich sie mit den Pommes in den offensichtlich noch zu warmen Backofen gestellt habe *heul*? Naja, ein bisschen Schwund ist immer 😉

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