August 27, 2012
mandarinenfalter

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Roma III – Stadt der Päpste

Bereits am Flughafen in Rom bekamen wir einen ersten Eindruck davon, wer in dieser Stadt überdurchschnittlich häufig vertreten ist: Die römisch-katholische Kirche. Ich war keine fünf Minuten unserem Flugzeug entstiegen als uns auch schon die erste Ordensfrau über den Weg lief. Und so sollte es auch bleiben. Priester, Mönche, Nonnen so weit das Auge auch schweift. Und in zunehmender Häufigkeit je näher man dem Vatikan kam… wer hätte es gedacht? Es heißt, dass niemand genau die Anzahl der Kirchen in Rom kennt und ich kann dieses eine Mal nicht einmal behaupten, dass es sich um eine italienische Zahl handelt, denn es könnte tatsächlich stimmen. Sie sind überall: Große, kleine, schöne und unauffällige, bedeutsame und kaum besuchte. Wir haben auch ein paar der sieben römischen Pilgerkirchen geschafft (San Giovanni in Laterano und Santa Maria Maggiore) aber ich denke nicht, dass jemand von sich behaupten kann jemals alle Kirchen gesehen zu haben.

Rom ist in hohem Maße durch die katholische Kirche und ihre Geschichte geprägt, daher dachte ich, dass ein eigener Bericht angemessen ist.

Das ist die Engelsburg. Ursprünglich für Kaiser Hadrian als Mausoleum erbaut, erkannten die mittelalterlichen Päpste recht schnell, dass sich dieser monumentale Bau sehr gut als letzter Rückzugsort bei Gefahr eignet. Ich war davon schon sehr beeindruckt, dennoch ließen wir das Museum in seinem Inneren links liegen und wandten uns direkt dem Vatikan zu. Ach… der Vatikan. Ich finde immer man sollte mit solchen Phrasen vorsichtig umgehen, aber ich sage es in diesem Fall trotzdem: Das muss man einfach gesehen haben.

Der Petersplatz ist schon sehr beeindruckend mit dem Blick auf San Pietro in Vaticano (Petersdom), aber dann betritt man diese größte der Papstbasiliken und es haut einen fast aus den Socken. Ich habe minutenlang nur zur Decke in über 130 Metern Höhe gestarrt, weil ich es nicht fassen konnte, dass dort oben Menschen gearbeitet hatten um gefühlte Tonnen von Farbe, Steinen und Blattgold anzubringen. Die Pieta von Michelangelo hat mir einmal mehr vor Augen geführt was für ein Talent manche Menschen besitzen. Wie man aus einem Stein so etwas schönes machen kann und ich nahezu unfähig bin ein Strichmännchen zu malen ist etwas deprimierend, aber ich nehme es gelassen hin.

Und natürlich sind wir auch auf die Kuppel gestiegen. Ich sage nachdrücklich: Gestiegen. Denn es gibt auch einen Aufzug den wir selbstredend verschmäht haben… wir haben es auch nur auf den letzten Metern bereut als es dann richtig anstrengend wurde. Ich kann diesen Weg zu Fuß also niemandem mit Herzerkrankungen oder auch Platzangst empfehlen. Eng wird es nämlich auch noch. Aber dann hat man diesen Blick über den Petersplatz. Genauer gesagt hatten ihn meine Freundinnen, da ich von Höhenangst geplagt mich mit dem Rücken zur sicheren Mauer doch wohler gefühlt habe.

Und dann gab es für uns noch etwas ganz besonderes. Meine Freundin Re hatte das Internet durchforstet und dabei festgestellt, dass es für einen deutschen Besucher im Vatikan etwas ganz einzigartiges gibt. Den Campo Santo Teutonico samt zugehörigem deutschen Friedhof. Zutritt haben nur Menschen aus deutsch- und flämischsprachigen Ländern (Deutsche, Niederländer, Österreicher, Deutsch-Schweizer, flämische Belgier, Südtiroler etc.). Man muss zu zwei Schweizergardisten gehen und um Zutritt bitten… und zwar auf deutsch. Das war echt cool (anders kann ich es nicht beschreiben). Das Gelände ist eine kleine Oase inmitten des hektischen Touristenrummels. Auf dem deutschen Friedhof kann man anhand der Gräber sehen wie lange dieses Gelände schon existiert. Sehr zu empfehlen.

Wer aber denkt, dass der Vatikan nur aus einem Haufen alter Steine und verstaubter Greise besteht, der hat sich gründlich geirrt. Meine Freundin Re kaufte als Mitbringsel für ihre Schwester einen ganz besonderen Kalender. Jeden Monat gibt es einen anderen jungen (und wirklich) äußerst attraktiven katholischen Geistlichen. Drei bis Vier hätten direkt als Model anfangen können…

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3 thoughts on “Roma III – Stadt der Päpste

  1. Der „Deutsche Friedhof“ im Vatikan war mein persönliches Highlight in Rom. Es hat schon was, wenn man zu einer kleinen elitären Gruppe gehört 😉 und IN den Vatikan hinein darf.

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  2. Huh? So n Pin Up-Kalender mit Geistlichen??? Was ist denn mit superbia passiert?!? Ich bin schockiert.
    Gut, dass Re nicht mehr mitspielte in dem Verein, als sie dieses sündige Teil erstand! Für die Herren hingegen dürfte wohl alle Hoffnung vergebens sein…

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