August 21, 2012
mandarinenfalter

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Roma II – Kennst Du einen Triumphbogen, kennst Du alle Triumphbögen…

Willkommen zurück bei unserem Spaziergang durch die erstaunlichste Stadt im Universum (und das sage nicht ich, sondern ein Asterix-Band. Ich glaube es war: Die Lorbeeren des Cäsar, aber ganz sicher bin ich mir da nicht mehr). Man kann in Rom keine drei Schritte gehen ohne über historisch bedeutsame Gebäude, Kirchen, Plätze oder einzelne Steine zu stolpern. Diese Stadt ist so vollgepackt mit Geschichte, dass es einem glatt den Atem verschlägt. Unser Taxi-Fahrer zum Flughafen meinte, dass momentan die dritte U-Bahn Linie gebaut würde. Es könne sich nur um Jahrzehnte handeln bis sie fertig sei, da bei den Grabungsarbeiten alle drei Meter irgendwelche Tempelüberreste und sonstige Zeugen des alten Rom ausgegraben würden. Darauf stürzen sich dann logischerweise die Archäologen und die ganze Sache verzögert sich wieder um Monate. Wir haben so ziemlich alles abgeklappert, was in einer Woche zu schaffen war und es hat sehr viel Spaß gemacht.

Nach der Piazza del Popolo haben wir gleich als nächstes die Spanische Treppe gesehen. Na ja… was heißt gesehen… hauptsächlich waren wir in Betrachtung der drei Millionen (italienische Zahl) Touristen versunken, die eben jene Treppe belagerten… Wahnsinn! Und wir waren noch in der Nebensaison in Rom. Übrigens haben wir Schilder gesehen laut denen es verboten ist auf der Spanischen Treppe zu Essen… hat aber niemanden interessiert.

Das Forum Romanum war einfach unglaublich. Diese gigantischen Bauwerke stehen auf dem ältesten römischen Forum. Es reihen sich Tempel an Triumphbögen und Triumphbögen an Kuriensäle. Auch heute noch ist man beeindruckt von der Größe und Schönheit dieser Gebäude. Ich habe mir vorgestellt wie es wohl vor über zweitausend Jahren für die Menschen gewesen sein muss. Vor allem für diejenigen, die aus kleinen Dörfern nach Rom kamen. Einfach überwältigend.

Triumphbögen gab es in Rom jede Menge.Die Römer führten viele Kriege und gewannen diese auch häufig. Der siegreiche Feldherr wollte sich für die Nachwelt verewigen lassen und zack… schon stand der nächste Triumphbogen. Auf den Fotos kommen leider nicht die extrem aufwendig gestalteten Reliefarbeiten zur Geltung. Der Triumphbogen auf diesem Foto ist der Konstantinsbogen. Er steht direkt neben dem Kolosseum auf der Via Triumphalis und wurde Kaiser Konstantin 315 n.Chr. vom Senat verehrt (solche Geschenke habe ich bis jetzt noch nicht bekommen).

Direkt neben diesem schönen Bauwerk kam gleich der nächste Kracher: Das Kolosseum. Es war auch unglaublich viel los. Zum Glück hatten wir unsere Eintrittskarten vorher schon online gekauft und konnten an der endlosen Schlange der Wartenden einfach vorbei spazieren. Im Kolosseum selbst hatte ich dann gemischte Gefühle. Das Bauwerk selbst war einfach grandios. Meine Freundin Me bemerkte richtigerweise, dass man sich wie im Fußballstadion fühlt. Es gab Platz für etwa 50.000 Menschen und sogar Sonnensegel, die über die kompletten Sitzreihen gespannt werden konnten, so dass man sich nicht der Sonne aussetzen musste. Insgesamt aber muss es ein Ort der Todesangst gewesen sein. Während der Spiele wurden tausende Menschen und Tiere dort gefoltert und zu Tode gehetzt… Menschen haben einfach komische Vorlieben.

Blauer Himmel, wunderschöne Plätze und Millionen von Touristen. Wie bereits erwähnt haben wir Rom in der Nebensaison besucht. Was in der Hauptsaison im Sommer los ist, will ich lieber gar nicht wissen. Außerdem lagen die Temperaturen selbst im Mai bei knackigen 25 – 30 Grad Celsius. Wie man das im Hochsommer aushalten kann… ich habe keine Ahnung. Übrigens gibt es in Rom überall kleine Brunnen mit Trinkwasse. sehr praktisch für den durstigen Touristen.

Als nächstes kam das Pantheon an die Reihe. Das war mal wieder typisch für diese Stadt. Man eilt durch enge Gässchen, windet sich an Vespas und Menschen vorbei und zack… wie aus dem Nichts taucht vor einem ein Platz mit einbem gigantischen Gebäude auf. Das Pantheon in Rom wurde 125 n.Chr. fertig gestellt und eine Kuppel von gigantischen Ausmaßen wölbt sich über den Köpfen der Besucher. Seit dem 7. Jahrhundert ist das Gebäude eine Kirche. Einige Mitglieder der italienischen Königsfamilie sind hier ebenso begraben wie der Maler Raffael. Was man auf dem Bild übrigens auch sehr schön erkennen kann: In Rom wimmelt es nur so von Straßenmusikern… nun ja… was heißt hier Straße. Eigentlich sind es Straßen-, Restaurant- und U-Bahn-Musiker. Ja genau. Auch in den U-Bahn-Schächten und selbst in den Zügen wimmelt es nur so von ihnen.

So… genug erste Eindrücke. Verpassen Sie nicht unsere spannende Fortsetzung „Rom III – Stadt der Päpste“.

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2 thoughts on “Roma II – Kennst Du einen Triumphbogen, kennst Du alle Triumphbögen…

  1. Ach, es war so schön! Deine Doku kommt jetzt genau richtig in Vorfreude auf den nächsten Urlaub. Aber da es noch ein paar Wochen dauert, bis wir fahren, kann ich in Erinnerungen schwelgen. Wir hatten echt gutes Wetter, fällt mir jetzt an den Bildern auf 🙂

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