August 19, 2012
mandarinenfalter

2 comments

Roma I – Die ewige Stadt

Mein erster Eindruck von Rom (wenn man mal vom Flughafen und der Fahrt zu unserem Hotel absieht) war genau dieses Bild. Die Piazza del Popolo. In der Mitte sieht man den Obelisk Flaminio, den die Römer aus Ägypten haben mitgehen lassen… überhaupt haben die Römer auf ihren Reisen permanent lange Finger gemacht, aber dazu kommen wir später. Dieser erster Eindruck hat eigentlich schon alles zusammengetragen, was Rom ausmacht. Diese Stadt ist voller Geschichte, voller Leben und voller Touristen. Und der Himmel war eigentlich auch immer blau.

Gewohnt haben wir in dieser einen Woche Rom im River Palace Hotel (einen Fluß konnte ich in unserer Nähe allerdings nicht ausmachen, klang wahrscheinlich einfach gut). Dieses Hotel wartete nicht nur mit sehr freundlichem Personal auf, sondern auch mit dem weltbesten Frühstück überhaupt. Die Auswahl war gigantisch und man konnte sich kaum zwischen den ganzen Köstlichkeiten entscheiden. Zum Glück haben wir in Rom so gut wie alles zu Fuß erlaufen. Anderenfalls wären wir wahrscheinlich wie die Kugeln aus unserem Urlaub heimgekehrt. Außerdem lag das Hotel nur zwei Minuten von der Piazza del Popolo entfernt und damit sehr zentral. Also eine enthusiastische Empfehlung mit zwei erhobenen Daumen. Und was ich auch nicht unterschlagen will: Jeden Abend beim Heimkommen lag auf einem der Betten eine hangeschriebene Wetterkarte für den nächsten Tag und ein kleines Päckchen mit Schoko Crossies… Herz was begehrst du mehr?

Natürlich ist auch klar, dass diese Reise nicht halb so viel Spaß gemacht hätte, wenn meine Freundinnen Re und Me nicht dabei gewesen wären. Re fungierte dabei als Navigationsgerät und lotste uns zielsicher durch die verwinkelten Gassen der ewigen Stadt. Me war dagegen mal wieder als Organisatorin hervorragend und hat auch unser Bomben-Hotel für uns gefunden. Ich dagegen schnappte mir unseren Baedecker und mimte ab Stunde O die Reiseführerin. „Meine Damen, hier sehen sie das Forum Romanum…“

Was erwartet man von Rom? Genau: Drei Millionen Kirchen (ok, das war eine italienische Zahl was bedeutet, dass es eine leichte bis mittelschwere Übertreibung darstellt). Ich weiß nicht genau wie viele es tatsächlich sind, aber bestimmt über tausend an der Zahl. Und wir hatten die Piazza del Popolo auch kaum überquert als die erste Kirche auch schon auftauchte:

So ist das manchmal mit den Erwartungen. Du kommst nach Rom, den Sitz der römisch-katholischen Kirche und was siehst du als erstes? Genau: Eine anglikanische Kirche…oi! Aber egal, ich hatte danach noch genug Gelegenheiten Kirche an Kirche an Kirche zu bewundern und dann natürlich auch noch den Vatikan.

Die Innenstadt von Rom ist voller alter Gässchen und natürlich Einkaufsmöglichkeiten. Der Römer als solcher kleidet sich zurückhaltend aber von den Schuhen bis zur Sonnenbrille mode-, marken- und stilbewußt. Vermutlich wurde noch nie ein Römer mit etwas anderem als Lederschuhen gesichtet und falls doch, dann muss es sich um einen Zugezogenen gehandelt haben. Dazu aber später mehr.

Dieses Foto habe ich aus zwei Gründen gemacht: Erstes um zu dokumentieren, dass diese Stadt nicht nur voller Menschen, sondern auch voller Motorroller ist. Ich hatte irgendwann den Eindruck, dass auf jeden Einwohner zwei Roller kommen. Das ist vermutlich etwas übertrieben (also eine italienische Zahl), aber dennoch wird kaum jemand bestreiten, dass es nur so von Vespas und Co. wimmelt. Die Römer sind übrigens furchtlose Fahrer und steuern die kleinen Maschinen präzise und nicht ohne Lust an der Gefahr einen Unfallstodes im Zickzack um wartende Autos und verängstigte Touristen. Bei der Gelegenheit fällt mir ein, dass ich neben dem kleinen Job als Reiseführerin noch einen zweiten ergattern konnte. Denn wenn man in Rom zu Fuß unterwegs ist und eine Straße überqueren möchte (auch eine mit Zebrastreifen), dann sollte man nicht darauf warten, dass irgendwo zwischen den Autos und Todes-Vespas eine Lücke auftaucht. Man muss einfach losgehen. Und genau das war mein Job: ich war diejenige von uns, die losgegangen ist. Reiseführerin und Lotse… was für eine schöne Kombination.

Zurück zum eigentlich Thema: Das Foto wurde also gemacht, um die Roller zu dokumentieren und zum zweiten speziell um unsere liebe Freundin S. zu erfreuen. Siehst Du das? Ein MAC Store! Ausschließlich MAC… mir sind fast die Augen rausgeploppt. Wir waren auch kurz drin und ich muss sagen, dass selbst die männlichen Angestellten besser geschminkt waren… That´s Rome for you und muss für heute reichen. Verpassen sie nicht den zweiten Teil unserer spannenden Dokumentation über die ewige Stadt mit dem Thema: Rom II – Kennst Du einen Triumphbogen, kennst Du alle Triumphbögen… Oder etwas präziser: Rom und seine Sehenswürdigkeiten.

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2 thoughts on “Roma I – Die ewige Stadt

  1. Danke, das ist süß von Euch 🙂
    Hab ich natürlich zuerst auf dem Foto erspäht, dann erst die rasenden Machinchen… Übermorgen PRO-Store in B, das wird ein Fest…
    Hat noch jemand gedacht, Du hast eine Marienenrscheinung fotografiert und dann erst gesehen, dass es die Spiegelung im Windshield des Rollers ist? Hihi.

    Gibt es auch ein „Kulinarische Spezialitäten“-Special in dieser kleinen Reise-Doku???

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    • DAS wäre in Rom natürlich besonders gut gekommen. Vielleicht hätten sie mir dann direkt eine Stelle im Vatikan angeboten.

      Ja, ein Eintrag zu Essen, Trinken und allem dazwischen kommt auch noch. denn das lohnt sich in Bella Italia mal so richtig!

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