Juli 9, 2012
mandarinenfalter

3 comments

Chocolate Wafers – Knusprige Schokoladenkekse und die Deutsche Post.

Ich liebe Chocolate Wafers. Sie sind knusprig und leicht und sehr schokoladig. Einfach der Traum. Und als wäre das nicht genug, ist die Zubereitung auch noch extrem einfach. Wenn der Rest des Lebens doch auch nur so einfach wäre… insbesondere mein Verhältnis zur Deutschen Post. Dass meine Paketlieferungen manchmal zu den seltsamsten Zeiten bei mir ankommen, daran habe ich mich längst gewöhnt. Bis vor etwa einem Jahr hat mein Auslieferer die Pakete immer vor meiner Haustür abgestellt. Liebevoll und voller Phantasie versteckt hinter einem Busch oder hinter einem meiner Dekoartikel auf den Treppen vor dem Haus. Leider hat sich dann entweder der Mensch oder die Lieferanweisung geändert und seitdem finde ich immer einen dieser orangenen Zettel im Briefkasten und muss am nächsten Tag (nach der Arbeit und einer langen Heimfahrt) noch zur nächsten Post. Da mir das eher weniger gefallen hat, habe ich mich vor kurzem entschlossen die Dienste einer Packstation in Anspruch zu nehmen. Dann kann ich meine Pakete zu jeder Uhrzeit abholen. Kann ja nicht so kompliziert sein… jajaja… von wegen.

Ich melde mich im Internet an und erhalte einige Tage später ein Einschreiben mit einer Art Kreditkarte und einem DinA4 Blatt auf dem der Code versteckt sein soll. Und tatsächlich: Ganz unten auf dem Papier sehe ich ein Feld, das aussieht wie eines dieser Glückslose zum Freirubbeln. Ich ziehe eine klare Folie von der Fläche ab, werfe sie weg und rubbele mit einer Münze über dieses Fläche… nichts… ich rubbele fester (wohl zu wenig Schoggi gegessen heute)… immer noch nichts. Ich rubbele so lange bis ich das Papier durchgerubbelt habe… und bekomme dann einen Wutanfall (ich bin nicht gerade geduldig, was solche Dinge angeht). Ich studiere die Anleitung, die mir auch kein Stück weiterhilft und werde noch grummeliger… Schlußendlich rufe ich meinen Freund an, um mich ausführlich auszuheulen über dieses System zu beschweren. Tja… was soll ich sagen. Mein Freund hat mir dann die Fakten näher gebracht. Der Code stand nicht auf dem Papier… sondern auf der Folie, die ich achtlos abgezogen und weggeworfen hatte. Aber hätte man das nicht einfach auf dieses Blatt schreiben können??? Statt irgendeiner ausführlichen, aber völlig widersinnigen Anleitung??? Ok, ok… ich gebe es ja zu: Wenn ich nicht so hektisch gewesen wäre, wäre das vermutlich nicht passiert. Aber so bin ich einfach… Darauf noch einen Keks!

Zutaten für ca. 30 Cookies:

60 Gramm Zucker
110 Gramm brauner Rohrzucker
130 Gramm Mehl Typ 405
50 Gramm Backkakao
1/4 TL Natron
1/4 TL Salz
45 Gramm Butter, sehr weich
45 Gramm Margarine
1 TL Vanille-Extrakt
1 großes Eiweiß (30 Gramm)

Zubereitung:

In einer kleinen Schüssel das Mehl, den Kakao, das Natron und das Salz gründlich miteinander vermengen. In einer großen Schüssel die Butter und die Margarine mit einem Handrührgerät cremig aufschlagen. Beide Zucker und den Vanille-Extrakt hinzufügen und etwa eine Minute weiterschlagen. Das Eiweiß unterrühren und anschließend die Mehlmischung unterrühren. Nur so lange rühren bis das Mehl eingearbeitet ist, den Teig nicht überschlagen. Der Teig ist eher hart und bröckelig. Das ist völlig richtig so also kein Grund zur Sorge.

Den Teig auf eine Arbeitsfläche geben und mit den Händen zu einer langen, runden Schlange von 15 – 20 Zentimetern formen. Die Teigschlange vorsichtig in Alufolie wickeln. Vorsichtig arbeiten, damit die runde Form erhalten bleibt. Für mindestens fünf Stunden oder sogar über Nacht in den Kühlschrank legen.

Den Backofen auf 180 Grad Celsius vorheizen. Ein Backblech mit backpapier belegen. Die Teigschlange aus dem Kühlschrank nehmen und mit einem scharfen Messer Kekse von etwa 0,5 cm Stärke abschneiden. Die Keksrohlinge auf dem Backblech so platzieren, dass mindestens 2 cm Abstand zwischen den einzelnen Keksen verbleibt. Auf der mittleren Schiene des Backofens etwa 10 – 12 Minuten backen. 5 Minuten auf dem Backblech ruhen lassen und anschließend auf einem Gitterrost vollständig abkühlen lassen. Die Kekse können in einem luftdicht verschlossenen Behältnis für 10 Tage aufbewahrt werden. Sie können auch eingefroren werden.

Rezept: Joy of Baking

Vor 6 Monaten: Brot und Butter

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3 thoughts on “Chocolate Wafers – Knusprige Schokoladenkekse und die Deutsche Post.

  1. Die sehen attraktiv aus!
    Vielleicht einen Hauch zu schokoladig für den Hochsommer, aber Herbst kommt bestimmt, hihi. *könnte* man dort vielleicht ein kleines bisschen Minzöl hinzugeben? Oder mit den Keksen ein Minzeis in den Mund löffeln?
    Das ist die nächste „hass-oder-liebe-es“-Kombi, die Schoko-Minze, ne?

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    • Ich (als großer After Eight-Fan) finde die Kombination Minze und Schokolade sehr gut. Da die Kekse aber sehr knsuprig sind, weiß ich nicht, ob das passen würde. Ich stelle mir das eher zu etwas Cremigem vor. Die Idee mit dem Eis dürfte also ein Volltreffer sein 🙂

      Gefällt mir

      • Ich hab ja bisschen Probleme mit undekorierten Keksen und Kleingebäcken („Herr Doktor, helfen Sie mir, ich muss Kleingebäck dekorieren“), daher könnte ich mir einfach eine zart-mintfarbene Glasur aus weißer Schokolade mit einem Hauch Minzöl (gerne optisch ansprechend aufgebracht) vorstellen…

        Uuuuuuuuh, jetzt will ich Schoko-Minziges naschen…

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