Juni 27, 2012
mandarinenfalter

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Zitronentorte mit Lemon Curd-Himbeerfüllung und Lemon Swiss Meringue Buttercream

Ich habe diese Torte für die Taufe meines Patenkindes L. gebacken. Ich liebe Zitrone und dazu wollte ich unbedingt eine schöne weiße, zitronige Buttercreme. Da ich kein Rezept parat hatte, habe ich einfach selbst eines aus verschiedenen anderen Rezepten zusammengestellt. Das Rezept für die Tortenböden verdanke ich Jana. Leider kenne ich Jana nicht persönlich, aber meine Schwester hat für sie in ihrem Café gearbeitet als sie in Kanada war und ich darf sagen, dass Jana ihr Handwrk wirklich versteht. Der Teig wird wunderbar saftig mit einem leichten Hauch Zitrone. Dazu habe ich Lemon Curd und die Buttercreme kombiniert. Normalerweise mache ich Lemon Curd selbst. Da ich leider wenig Zeit hatte, habe ich dieses Mal zu einem Fertigprodukt gegriffen und war angenehm überrascht. Frisch gemacht schmeckt Lemon Curd zwar unvergleichlich himmlisch, aber das Fertigprodukt war ein guter Ersatz. Da mir die Torte für die Taufe eines Mädchens zu farblos erschien, habe ich zum ersten Mal selbst Fondant hergestellt, zu Gumpaste weiterverarbeitet und eingefärbt. Daraus habe ich dann die Blüten hergestellt. Die Herstellung der Blüten zu beschreiben würde den Rahmen für diesen Eintrag sprengen (und mich zu sehr vom Halbfinale Portugal : Spanien ablenken) und wird daher in einem anderen Beitrag nachgereicht. Alles in allem bekommt man mit diesem Rezept eine schöne, leckere aber unproblematische Torte. was will man mehr.

PS: Für alle, die sich für Fußball interessieren und gerne lachen möchte ich an dieser Stelle noch den Live-Ticker der Godmother of Fußballzeitschriften, der 11Freunde empfehlen. Hier ein Auszug: „Vor jedem Portugalspiel musste man ja den Eindruck bekommen, dass man schon gewinnen wird, wenn man nur Cristiano Ronaldo aus dem Spiel nimmt, weil er quasi alleine für sein Land auf dem Platz steht. Bislang dachte ich ja, dass das ernsthaft, nur Sportjournalisten und Cristiano Ronaldo wirklich glauben, offensichtlich gilt das mittlerweile aber auch für die Portugiesen, die an der Mittellinie stehen bleiben und ihm interessiert zusehen, wie er sich auf links gegen drei Mann durchsetzt und dann in die Mitte flankt, wo überraschenderweise dann aber kein Ronaldo steht.“

Zutaten für eine Torte mit 26 cm Durchmesser (mit zwei oder drei Böden):

360 Gramm Zucker
350 Gramm Lemon Curd
170 Gramm Butter, sehr weich
190 ml geschmacksneutrales Pflanzenöl (Sonnenblume o.ä.)
650 Gramm Mehl
5 TL Backpulver
1,5 TL Salz
360 ml Buttermilch
1 große Bio-Zitrone, Saft und Zesten
1 EL Vanille-Extrakt
300 ml Eiweiß (ca. 8 – 10 Eier)
250 Gramm frische Himbeeren

Für die Buttercream:

4 große Eiweiß
320 Gramm Butter, Zimmertemperatur
320 Zucker

Zubereitung der Torte:

Den Backofen auf 160 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Einen Gitterrost in die mittlere Schiene des Backofens einlegen. Eine Springform (oder wenn man hat 2 – 3 Springformen) von 26 cm Durchmesser mit Backpapier auslegen und den Rand von innen gründlich mit flüssiger Butter oder Öl auspinseln. In einem Messbecher das Pflanzenöl, die Buttermilch, den Vanille-Extrakt und den Zitronensaft gründlich mischen. In einer kleinen Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und dem Salz vermengen. In einer sehr großen Schüssel die Butter mit dem Handrührgerät cremig aufschlagen. Das dauert etwa 3 Minuten. 240 Gramm Zucker hinzufügen und solange rühren bis der Zucker nicht mehr zu sehen ist. Anschließend noch die Zitronenzesten unterrühren. Die Eiweiße in eine vollständig fettfreie Schüssel geben und mit dem Handrührgerät oder noch besser einer Küchenmaschine mit Schneebesen-Aufsatz schlagen bis das Eiweiß langsam beginnt einzudicken. 120 Gramm Zucker zugeben und solange schlagen bis das Eiweiß fest wird und glänzende Spitzen entstehen, die nicht wieder in sich zusammenfallen.

Abwechselnd die Mehlmischung in drei und die Öl-Buttermilch-Mischung in zwei Portionen unter die Butter-Zucker-Masse rühren. Dabei mit dem Mehl beginnen und enden. Darauf achten, dass jede Portion vollständig untergerührt ist. Dann erst die nächste Portionen zugeben. Wenn eine homogene Masse entstanden ist etwa 1/3 des Eiweiß unter den Teig heben und rasch aber vorsichtig unterheben. Dies macht den Teig lockerer und weniger schwer, so dass das übrige Eiweiß nicht vollständig erdrückt wird. Danach das restliche Eiweiß schnell, aber vorsichtig unterheben.

Wenn man zwei bzw. drei Springformen und entsprechend viele Gitterroste hat, kann man die Tortenböden auf einmal backen, dann sollte man etwas mehr Zeit einplanen und die Böden nach der Hälfte der Backzeit im Backofen rotieren lassen. Ansonsten muss man die Böden wie ich nacheinander backen. Dazu den Teig in zwei bzw. drei gleich große Portionen unterteilen. Die erste Portion in die vorbereitete Springform geben, glatt streichen und ca. 35 Minuten backen. Nach 30 Minuten einen Schaschlikspieß in die Mitte des Tortenbodens stechen. Wenn keine feuchten Teigreste daran hängen bleiben ist der Boden fertig. Aus dem Ofen nehmen. 5 Minuten abkühlen lassen und vorsichtig aus der Springform lösen. Auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die Springform wieder vorbereiten und die nächste Portion genauso backen (ebenso die eventuelle dritte Portion).

Zubereitung der Buttercream:

Zucker und Eiweiß in einen kleinen Topf geben. Sehr vorsichtig erwärmen. Wenn man ein Zuckerthermometer besitzt mit dessen Hilfe so lange erhitzen bis 160 Grad Fahrenheit (etwa 70 Grad Celsius) erreicht sind. Wenn man kein Zuckerthermometer besitzt, so lange erhitzen bis die Masse einzudicken beginnt. Dabei das rühren nicht vergessen. Die Eiweiß-Zuckermischung in eine Küchenmaschine geben. Bei mittlerer Geschwindigkeit so lange schlagen bis glänzende und feste Spitzen entstehen. Das dauert ca. 8 – 10 Minuten. Die Geschwindigkeit auf langsam zurückfahren und die weiche Butter stückchenweise zugeben. Jedes Stück komplett unterrühren bevor das nächste dazukommt. Wenn die Buttercream zu flüssig wirkt nicht verzagen. Immer weiter schlagen, sie wird fest werden. Wenn das passiert ist ca. 7 TL Lemon Curd zufügen und unterrühren.

Zusammensetzen:

Drei breitere Streifen Backpapier vorbereiten. Auf einer Tortenplatte damit ein Dreieck auslegen und den ersten Tortenboden so darauf setzen, dass an allen Seiten des Boden mindestens fünf Zentimeter breite Streifen darunter hervorstehen. Mit Lemoncurd bestreichen und die Himbeeren darauf verteilen. Den zweiten Tortenboden aufsetzen. Die Torte mit der fertigen Buttercream komplett überziehen, so glatt wie möglich streichen und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kaltstellen. Ich habe für die Deko Blüten aus selbstgemachter Gumpaste hergestellt. Wie das geht erkläre ich in einem der nächsten Beiträge.

Vor 6 Monaten: Salad to Go

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14 thoughts on “Zitronentorte mit Lemon Curd-Himbeerfüllung und Lemon Swiss Meringue Buttercream

  1. ❤ ❤ ❤
    Leeeeeeeeecker. Ich sag nur: 2. GANZE. STÜCKE.

    War sehr, sehr fein… Zarte Aromen, saftiges Mundgefühl… Die reine Zitronentorte von Ls Babyparty war einfach anders, zitroniger, saurer. Das ist ja so sehr mein privater Liebling 🙂

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  2. Sieht sehr lecker aus! Und mit Himbeeren… jummy! 🙂 Ich warte dann auf das Rezept für Dekoration, und dann komplett nachbacken! Danke 🙂

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  3. Und sie hält auch lange frisch! Habe gerade (Freitagnachmittag) das Stück gegessen, das ich am Sonntag mitgenommen habe. Immer noch wahnsinnig lecker und eine schöne Erfrischung bei der Hitze!

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  4. Und für mich??? *aufgeregt die Ärmchen schwenk, um nicht übersehen zu werden*
    Dann braucht die Kleinstmenge schon nicht mehr so klein zu sein, höhö…

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  5. wow, ich muss sie ausprobieren.. genau mein ding 🙂

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