Juni 2, 2012
mandarinenfalter

6 comments

Cremiger Kartoffelsalat… Jennifer Postman bring me a letter…

Manchmal hat man Momente der Erkenntnis und des Wissenszuwachses genau dann, wenn man es am wenigsten erwartet. Und manchmal erschüttern diese Erkenntnisse eine Überzeugung, die man jahrelang liebevoll gehegt und gepflegt hat. Dramatisch oder? Ich sehe mich noch heute durch das Wohnzimmer der Eltern meiner Freundin K. hüpfen und lauthals den Madonna-Hit „Lucky Star Bonita“ singen. K. grinste mich nur an und sagte: „Du weißt aber schon, dass das Lied `La Isla Bonita` heißt?“ —- Pause… Schockstarre… Welten stürzten in sich zusammen… Waaaas? Wieso? La Isla Bonita? Und auf einmal ergibt das Lied tatsächlich einen Sinn. Nach all den Jahren der verzweifelten Überlegungen, warum genau Madonna einen „glücklichen Stern namens Bonita“ besingt, der offensichtlich auf einer Insel wohnt, verstehe ich zum ersten Mal den Text. Aus „Tropical the island breeze all of nature, wild and free. This is where I long to be. Lucky Star Bonita“ (Hä???) wird „Tropical the island breeze all of nature, wild and free. This is where I long to be. La isla bonita.“ Ganz so verrückt wie ich dachte ist Madonna also doch nicht!

Genau so erkannte ich auch im Laufe der Zeit, dass Heinz Rudolf Kunze statt: „Dein ist mein ganzes Herz – Du bist mein Reibungsschmerz“ eigentlich „Du bist mein Reim auf Schmerz“ als Botschaft in die Welt senden wollte. Dieses Mal wurde ich über diesen Sachverhalt von meiner Freundin MK auf einer Fahrt durch Antholz zur Biathlon-WM aufgeklärt. Irgendwie scheinen meine Freundinnen besser zu verstehen, was uns der Künstler so sagen möchte. Aber wahrscheinlich lauten in meiner eigenen kleinen Welt die Liedtexte einfach so. Die erste Verwirrung dieser Art erfuhr ich im zarten Grundschulalter. Es gab damals im ZDF in den Sommerferien das „Kinderferienprogramm“. Ich habe es geliebt. Der Titelsong lautete für mich folgendermaßen: „Hallo! Leute, es sind Ferien! Alle machen blau von Flensburg bis nach Oberammergau! Denn es sind Ferien und mit Filtertramm und Information steigt wieder unser Ferienprogramm! Unser Ferienprogramm!“ Filtertramm hieß das Ganze für etwa 20 Jahre. Der längste Irrtum meines Lebens. Und dann stieß ich zufällig bei Youtube auf eben dieses Lied und Filtertramm entpuppte sich als “ viel Tam Tam„… So banal kann die Realität sein.

Aber ich muss zugeben, dass die Zeitabschnitte zwischen den einzelnen Momenten der Erkenntnis immer größer werden. Leider kann man eine Erkenntnis und das damit verbundene Aha-Erlebnis auch immer nur einmal haben. Wie gerne denke ich da noch an „All I wanna do is Herzanfall“… Trotzdem, manchmal habe ich sie noch: Augenblicke der Wahrheit und gestern war es wieder so weit. Wer hätte gedacht, dass Secret Service keineswegs singen: „Jennifer Postman bring me a letter“??? Also ich nicht. Ten o´clock Postman bring me a letter heißt es zwar richtig, aber meine Lösung gefällt mir trotzdem besser. Ehrlich: Ich kann es kaum erwarten, was als nächstes kommt…

Zutaten für 12 Personen:

1,5 Kilogramm neue Kartoffeln (kleine Kartoffeln wenn möglich)
150 Gramm Speckwürfel
1 rote Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
2 Handvoll Dill, fein gehackt
2 EL Dijonsenf
1/2 Zitrone, nur der Saft
2 – 3 EL weißer Balsamicoessig
100 Gramm Mayonnaise
130 Gramm Schmand oder Naturjoghurt
Salz aus der Mühle
Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung:

Die Kartoffeln je nach Größe in siedendem Wasser kochen bis sie gar sind. Das Wasser abgießen und die Kartoffeln im Topf lassen bis sie trocken sind. Bei neuen Kartoffeln ist die Schale so dünn, dass man sie nicht schälen muss und mit Schale schmecken Kartoffeln ohnehin besser. Also nur schälen, wenn es nicht anders geht. Ich hatte leider dieses Mal keine neuen Kartoffeln erwischt und musste schälen. Die Kartoffeln in ca. 3 cm starke Stücke schneiden und beiseite stellen. In einer Schüssel die Mayonnaise, den Schmand, den Essig, den Zitronensaft und den Senf miteinander verrühren, die Zwiebelstücke dazugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Kartoffelstücke vorsichtig unterheben. Dill und Speck als letztes unterheben. Schon fertig. Kartoffelsalat schmeckt am Besten, wenn er nach der Zubereitung ein paar Stunden durchziehen konnte.

Vor 6 Monaten: London Cheescake

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6 thoughts on “Cremiger Kartoffelsalat… Jennifer Postman bring me a letter…

  1. Da hast Du Dir aber eine kleine Portion aufgetan!

    PS: Iiiiiiieeeeeeehhh, Speck *päh*.
    Du hast ein Kreuz mit uns- bei jedem Rezept mosert einer an min einer Zutat, die er nicht mag!

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  2. Ich musste so lachen, als ich diesen Eintrag las – bei mir heißt (bzw. nun hieß) das Lied nämlich genau so: Jennifer Postman… Und das Allerwitzigste ist: weiß man einmal, wie es richtig heißt, fragt man sich, wie man jemals etwas anderes hören konnte. Ganz eindeutig: ten o‘ clock postman – was auch sonst! Dazu: http://www.youtube.com/watch?v=hgI5qzXI_K0

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  3. Ich sag nur: „Da geht der Gärtner“… Das stimmt so… Wenn man es einmal gehört hat, dann kann man es gar nicht mehr als „Dirty Diana“ hören 🙂

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