April 24, 2012
mandarinenfalter

7 comments

Banana Chocolate Chip Cookies… you´ll never walk alone…

When you walk through a storm hold your head up high
and don´t be afraid of the dark.
At the end of the storm is a golden sky
and the sweet silver song of the lark.

Walk on through the wind
walk on through the rain
though your dreams be tossed and blown.
Walk on… walk on… with hope in your heart
and you´ll never walk alone… you´ll never walk alone…

Was für ein kitschiges Lied? Wie schmalzig? Tja… das Dasein als Fußballfan ist hart und entbehrungsreich. Zumindest dann, wenn man Anhänger eines nur mäßig mit monitären Mitteln und – damit gleichzusetzen – guten Spielern ausgestatteten Vereins ist wie ich. Dann ist man häufig und gern gesehener Gast in einer Zone, die jedem wahren Fußballfans den kalten Angstschweiß auf die Stirn treibt… die Abstiegszone. Abstiegskampf, was für ein gewaltiges Wort…  Die Godmother aller Fußballzeitschriften, die 11 Freunde beschreibt das folgendermaßen: „Wenn das nächste Auswärtsspiel ansteht, dann sind Fans wie Teenager in einem Horrorfilm, die in ein verlassenes Haus im Wald gehen, obwohl sie genau wissen, dass dort nichts Gutes warten kann. Im Gegensatz zu den Teeanagern erwartet die Fans nur eine 1:5-Klatsche anstelle eines Meuchelmords. Manche würden lieber tauschen.“ Oh 11-Freunde, du Hort der Weisheit und der treffenden Worte. Abstiegskampf ist knallharter Psychoterror und nichts für Weichgespülte. Es bedarf schon einer gehörigen Portion Selbstverachtung und Masochismus sich jede Woche von einer Niederlage zur nächsten zu schleppen, völlig demoralisiert aus einem Stadion zu wanken und alles nur um sich Stückchen für Stückchen dem drohenden Abgrund des Abstiegs zu nähern.

Warum also macht man das? Wieso sich solchen Qualen aussetzen, wenn es doch auch so nette Sportarten wie Boule oder Schach gibt? An dieser Stelle kommt jetzt „You´ll never walk alone…“ ins Spiel. Denn dieses Lied beschreibt das Auf und Ab des Fanseins in Perfektion. Kein Wunder also, dass gestandene Männer diese Zeilen mit Tränen in den Augen singen, während sie mit Fahnen so groß wie Bettlaken ihre Tränen trocknen. So schlimm ist es bei mir zum Glück noch nicht. Trotzdem war ich bereits am Freitag leicht nervös wgen des bevorstehenden Spiels am Sonntag und um mich abzulenken habe ich gebacken (was auch sonst). Da mal wieder drei Bananen in meiner Küche Richtung Nirvana marschierten gab es hinsichtlich der Rezeptauswahl… äh… nu  ja… keine Wahl. Zum Glück. Mit diesen Banana Chocolate Chip Cookies habe ich ein Rezept gefunden, das völlig andere Cookies hervorbringt als ich gewohnt bin. Sie sind weich und zart und haben diesen süßen Hauch von Bananen. Sehr lecker. Für alle jedoch, die entweder auf „chewy“ oder knusprige Cookies stehen ist das hier nicht das richtige. Aber man soll ja stets offen sein für Neues…

Wir haben das Spiel übrigens gewonnen und aus den „Stress-Cookies“ wurden ganz schnell „Sieges-Cookies“. Fußball kann so schön sein…

Zutaten für ca. 30 Cookies:

150 Gramm Mehl
2 Bananen, so reif wie möglich
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
1 kleines Ei
40 Gramm Butter, sehr weich
60 Gramm Zucker
130 Gramm Schokolade, zartbitter

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad Celsius Ober- und Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier vorbereiten. Die Schokolade in Stücke hacken und die Bananen schälen und mit einer Gabel gründlich zerdrücken. Das Mehl, das Backpulver und das Salz in einer Schüssel vermischen und beiseite stellen. In einer zweiten Schüssel die Butter mit einem Handrührgerät cremig aufschlagen. Den Zucker und das Ei hinzufügen und alles zu einer homogenen Masse verarbeiten. Die zerdrückten Bananen untermischen. Die Mehlmischung mit dem Handrührgerät langsam unter die Butter-Bananenmischung rühren. Zum Schluß noch die Schokoladenstücke mit dem Teig vermischen. Kleine Teigmengen mit einem Teelöffel abstechen und auf das Backblech setzen. Etwa fünf Zentimeter Abstand halten, die Cookies gehen beim backen auseinander. 12 – 15 Minuten backen. Die Cookies sind am ersten Tag gut, am zweiten aber perfekt.

Vor 6 Monaten: Sommerrollen mit Lachs und Koriander

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7 thoughts on “Banana Chocolate Chip Cookies… you´ll never walk alone…

  1. hmm, diese cookies wären nix für mich. mit den bananen und so. aber stressreduzierende schokolade mampfe ich auch gerade noch…

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  2. Mach Dir keinen Stress, der Samstag wird Bombe.

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  3. Ach, ja ich durfte die Coockies nach dem Sieg auch genießen. Und ich muss feststellen, dass man solche Belohnungen in allen Situationen haben kann. Wenn man verliert – und man verliert als Fan ja immer mit – um den Frust zu besänftigen und wenn man gewinnt, weil dann die Stimmung so toll ist und die Kekse so super dazu passen ;-).
    Zu besseren Seiten hat mich meine Oma – als ich bei einem Tor für den tollsten Verein der Welt durch das Wohnzimmer gehüpft bin – mal gefragt was ich denn von einem Sieg überhaupt habe. Meine Antwort: Freude und Glückseligkeit! Nun frage ich mich oft: Wo sind sie hin diese beiden? Und dann gewinnst du ein Spiel nach mehreren Niederlagen und schon sind sie wieder da!

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    • Das ist ja das Problem: Man denkt sich nach zig Niederlagen in Folge „was mache ich hier eigentlich?“ und dann gewinnst du zweimal und schon hälst du die Welt wieder für einen Ort voller rosa Zuckerwatte. Möglicherweise ist Fußball doch eine Droge 🙂

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  4. Oh, mit Banane ist auch nicht mein Lieblings und wenn ich dann auch noch davor ein Fußballspiel anschauen muss, dann wird das ja doppelt nischd mit mir und den Kekslein.
    Zu Deiner letzten Creation mit Erdnuss soll ich von den glücklichen Empfänger noch ausrichten „pervers aber geil“… Was das nun genau bedeuten sollte?!? Zu elaborierterer Aussage war man wohl nicht im Stande. Ich interpretiere es so, dass es den Herrschaften gemundet hat :-))

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  5. Ja, das war sicher gemeint, ich fand nur die Wortwahl belustigend, hihi…

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