März 22, 2012
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Fresh Mango Bread – Mangokuchen zum Frühstück

Manchmal vermisse ich unseren Hund. Meggi kam zu uns als ich 8 Jahre alt und sie ein kleines braun-schwarzes Bündel mit Knopfaugen und viel zu großen Schlappohren war. Sie war weich und knuddelig und tapste auf ihren zu kurzen Beinen eifrig hinter uns Kindern her. Ich erinnere mich noch an die anfangs häufigen Sprints, die meine Mutter hinlegen musste, wenn sich der kleine Wonneproppen mal wieder mit Unschuldsmiene breitbeinig niederließ. Manchmal schaffte es meine Mutter noch Meggi in den Garten zu tragen… aber genauso oft setzte unser liebes Hündchen eine Pfütze auf das Parkett. Die Ringe, die ihr Vorgehen hinterlassen hat, kann man teilweise noch heute bewundern. Ich weiß noch wie sie mit unseren vier Katzenkindern zusammen im Korb lag, und wie besorgt sie stundenlang unseren Kater bemutterte, als der arme Kerl völlig am End eund noch halb betäubt von einer OP vor sich hindämmerte.

Heißluftballone zählten zu ihren erklärten Gegnern. Sobald es einer auch nur wagte in die Nähe unseres Gartens zu kommen, stürzte sie sich mit Begeisterung und vollem Einsatz ins Gefecht. Der Ballon wurde solange wütend angebellt bis sie ihn vertrieben hatte und sich triumphierend wieder anderen wichtigen Dingen (wie dem Verteidigen des Fressnapfs gegen Nachbars Katze) zuwenden konnte. Tierärzte hat sie gehasst (aber wer geht schon gern zum Arzt?) und für ein Stück gebratene Hähnchenhaut hätte sie alles getan. Vor allem aber war sie sehr liebesbedürftig und ganz verrückt danach sich stundenlang kraulen und streicheln zu lassen. Sie ist in dem Jahr gestorben als ich 23 wurde und obwohl das jetzt auch schon wieder lange her ist, gibt es immer wieder Momente in denen ich denke: Meggi… wo bist du nur? Wenn man jemanden sein halbes Leben gekannt und geliebt hat, dann ist das wahrscheinlich normal.

Zum letzten Mal hatte ich diesen Gedanken als ich das Rezept für „Fresh Mango Bread“ versucht habe. Das war nicht schwer, denn es erfordert wenig Konzentration und lässt einem genug Zeit seine Gedanken schweifen zu lassen. Ich habe das Originalrezept nur ein wenig abgewandelt und die Zuckermenge etwas reduziert. Das Mango Bread schmeckte lauwarm gut. Ordentlich verpackt und über Nacht gelassen am nächsten Tag aber noch besser. Mit etwas Vanillesahne oder Marmelade ein tolles Frühstück für einen sonnigen Start in den Tag.

Zutaten:

2 mittelgroße Mango, geschält, entkernt und in Stücke geschnitten
3 Eier Größe L
180 ml geschmacksneutrales Pflanzenöl
300 Gramm Mehl
200 Gramm Zucker
100 Gramm brauner Rohrzucker
1 TL Backpulver
1 TL Natron
1,5 TL Ingwer, fein gerieben
1 TL Zimt
1/4 TL Salz
150 Gramm Rosinen
Zesten einer halben Limette

Zubereitung:

Den backofen auf 180 Grad vorheizen (Ober- /Unterhitze). Ein Backblech (keinen Gitterrost) in der Mitte des Backofens platzieren. Eine Kastenform von etwa 20 auf 12 cm gründlich mit Butter auspinseln und mit Mehl ausstäuben. Die Rosinen mit lauwarmem Wasser übergießen bis sie komplett bedeckt sind und beiseite stellen. Die Eier und das Öl mit einem Handrührgerät gründlich verrühren. In einer zweiten Schüssel Mehl, Zucker, Backpulver, Natron, Ingwer, Zimt und Salz miteinander vermengen. Das Ei-Öl-Gemisch hinzugeben und mit einem Kochlöffel unterheben. Der Teig ist sehr dick, das ist ganz normal und man sollte sich davon nicht beunruhigen lassen. Das Rosinenwasser abgießen und die Rosinen, die Mangostückchen und die Zesten mit in den Teig rühren. In die Backform geben, die Oberfläche glatt streichen und etwa eineinviertel Stunden backen. Mit einem Schaschlikspieß die Garprobe machen und falls noch Teig daran hängen bleibt die Backzeit etwas verlängern. Das Brot anschließend aus dem Ofen holen und etwas 5 Minuten abkühlen lassen. Danach aus der Form lösen und auf einem Gitterrost vollständig abkühlen lassen.

Rezept leicht abgewandelt nach Dorie Greenspan

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