März 18, 2012
mandarinenfalter

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Saltimbocca alla Romana mit selbstgemachten Tagliatelle… Willkommen im Wochenende…

Welcher Augenblick ist der beste, wenn man eine komplette Woche im Rückblick betrachtet? Welche Sekunde, welcher Moment vermittelt einem ein Gefühl von absoluter Freude und vollkommenen Glücks? Ja, es kann nur einen geben. Freitag Mittag beim Verlassen der Arbeit und damit zeitgleich der erste Schritt in ein freies Wochenende. Und wenn einem dann auch noch die Sonne von einem strahlend blauen Himmel ins Gesicht scheint und die Vögel singen, kann es eigentlich nichts Schöneres geben.Ich steige in mein Auto, schoebe meine liebste Scheibe von Kiss in den CD-Player und zu den ersten Tönen von „New York Groove“ rolle ich bereits vom Hof und in in freies Wochenende. Auto mit Tempo 30 vor mir? Macht überhaupt nichts. Stockender Verkehr? Meine Laune steigt trotzdem. Fahrradfahrer, der bei Rot quer über die Straße schießt? Armer Kerl, hat es bestimmt eilig… Willkommen ihr lieben, guten, herrlichen Menschen im Wochenende… An Freitagen (wenn ich Zeit dafür habe) gibt es immer etwas besonders Gutes zu essen – ich nennen das mein „Willkommen-im-Wochenende-Essen“. Ich koche lange und ausführlich und zwar egal, ob ich fünf Leute zum Essen erwarte oder ganz allein bin. Das erstaunt viele Menschen: „Wie? Du kochst ein richtiges Essen NUR für Dich allein?“ Dass jemand diese Frage stellt, finde ich sehr spannend: „Ja, natürlich mache ich das. Bin ich mir selbst denn kein tolles Essen wert? Habe ich es denn nur deshalb nicht verdient etwas zu genießen, weil gerade niemand anderes da ist?“ Ich finde schon… und deshalb gab es diesen Freitag selbstgemachte Tagliatelle und Saltimbocca alla Romana. Dieses Pastarezept ist mit Abstand das Beste, das ich bislang ausprobiert habe. Die Tagliatelle waren so lecker, dass ich sie ohne alles hätte essen können.

Zutaten für 2 Personen (Saltimbocca):

2 Kalbsschnitzel, sehr dünn aufgeschnitten
2 Scheiben Parmaschinken (am Besten San Daniele)
2 Blatt frischer Salbei
5 EL Butter
50 ml Weißwein
Salz
Pfeffer

Zutaten für 2 Personen (Tagliatelle):

125 Gramm Mehl, Typ 405
125 Hartweizengrieß
1 Ei
kaltes Wasser

Zubereitung Saltimbocca:

Die Schnitzel mit je einem Blatt Salbei belegen und mit einer Scheibe Parmaschinken umwickeln (so kann man sich den Zahnstocher zum feststecken sparen).
3 EL Butter in einer großen Pfanne schmelzen und die Schnitzel etwa 2 bis 3 Minuten von beiden Seiten goldbraun braten, anschließend aus der Pfanne herausnehmen und warm stellen.
Den Bratenfond mit dem Weißwein ablöschen und etwas einkochen lassen. 2 EL Butter mit dem Schneebesen unter die Sauce rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Schnitzel zurück in die Soße legen und sofort servieren.

Zubereitung Tagliatelle:

Grieß, Mehl und Ei mit den Knethaken des Handrührgerätes zu streuselartigen Krümeln kneten. Nun nach und nach in kleinsten Mengen (teelöffelweise) kaltes Wasser hinzugeben und weiter kneten, bis kein trockener Grieß oder trockenes Mehl mehr zwischen den „Streuseln“ zu sehen ist. Ich habe mehr als 10 Teelöffel Wasser gebraucht bis die richtige Konsistenz erreicht war. Dies schwankt aber sicher je nach verwendeten Zutaten usw. Zum Schluss die Streusel mit der Hand zu einem festen Teig zusammenkneten. Eine Kugel formen und in Folie mindestens eine Stunde im Kühlschrank kalt stellen.

Nach der Ruhezeit den Teig in kleinen Portionen (ca. 80 – 100 g) durch die Nudelmaschine geben. Einmal falten und wieder durchgeben, insgesamt ca. 12 – 15 Mal. Der Teig hat die richtige Konsistenz, wenn er in den ersten Durchgängen noch reißt und erst nach dem 4. oder 5. Durchlauf geschmeidig wird.

Der Teig darf sich nicht klebrig anfühlen. Jetzt erst den Abstand der Walzen bis zur gewünschten Dicke (2 – 3 mm) verringern und nach belieben schneiden oder formen. Ich habe mich für Tagliatelle entschieden. Die fertigen Nudeln habe ich auf eine bemehlte Platte gegeben. Zwischen jede Schicht der Nudeln habe ich ebenfalls Mehl gegeben. Das hat sehr gut funktioniert. Die Pasta klebte weder an der Platte noch aneinander.

Einen großen Topf mit Wasser erhitzen. Eine Handvoll Salz hinzugeben (das Wasser soll schmecken wie Meerwasser). Je nach Dicke ca. 2-3 Min. kochen. Die Zeit starten, wenn die Pasta in den Topf hinein gegeben wird, auch wenn das Wasser dann erst mal nicht mehr kocht! Das Wasser anschließend abgießen und ein Stück Butter oder etwas Olivenöl zu den Nudeln geben. So kleben sie auch beim abkühlen nicht zusammen.

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4 thoughts on “Saltimbocca alla Romana mit selbstgemachten Tagliatelle… Willkommen im Wochenende…

  1. Das es zu der selbst gemachten Pasta auch noch ein „Fleischle“ dazu gegeben hat, hattest du mir gar nicht erzählt. Und ich war so schon sehr beeindruckt…

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  2. Ui, das schaut ja lecker aus, Dein SpingindenMund!
    Ich bin ja absolut dafür, auch für sich allein aufwändig (man, schaut des doof aus! Schon so viele Jahre und immer noch ist das nicht, wie man aufwendig schreibt!!!) und richtig nett zu kochen! Ich kauf auch gaaaaaanz für mich allein Schnittblumen…

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