Februar 29, 2012
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Nigella und ich VII – Feine Erbsensuppe mit Pesto und Kartoffelbrot

Von meinem Büro aus habe ich einen schönen Blick auf große Bäume und auf ein älteres dreistöckiges Gebäude auf der anderen Straßenseite. Es ist ein hübsches Haus mit einem Erkertürmchen, hohen Sprossenfenstern, steinernen Fenstersimsen und auf den Balkonen stehen im Sommer bunte Blumen und weiße Metallgartenstühle. Im zweiten Stock wohnen zwei kleine Mädchen, die gern aus dem Fenster auf die Straße schauen. Von der kleineren Schwester kenne ich nur den Kopf von den Augen aufwärts. Von dem größeren Mädchen immerhin den ganzen Kopf. Für mehr ist das Fenster einfach zu hoch. Ich habe die Schwestern Isabella und Clara getauft, obwohl ich natürlich keine Ahnung habe, wie sie wirklich heißen. Aber die Namen waren eines Tages einfach da und jetzt werden sie wohl auch bleiben. Clara, das ältere Mädchen, schätze ich auf ungefähr vier Jahre. Sie hat eine erstaunliche Ausdauer für ihren Fensterplatz entwickelt. Vielleicht ist ihr langweilig oder sie ist schon in ihrem jungen Alter eine gute Beobachterin. Vielleicht hat sie aber auch einfach Spaß an unserem Spiel entwickelt. Wenn ich sie am Fenster entdecke und sie mich, dann winken wir uns immer zu. Das scheint ihr viel Spaß zu machen und um ehrlich zu sein… mir auch… Ihr ist dann nicht mehr langweilig und ich muss immer lächeln.

Zutaten für 2 – 4 Personen (je nach Hunger):

750 ml Wasser
375 Gramm Tiefkühlerbsen
2 Frühlingszwiebeln, gesäubert aber ganz
1 TL Salz aus der Mühle
1/2 TL Limettensaft
4 EL Pesto

Zubereitung:

Das Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Erbsen, das Salz und den Limettensaft hinzugeben. Außerdem auch die Frühlingszwiebeln (nicht zerteilt, sondern im Ganzen) beifügen. Alles ca. 7 Minuten köcheln lassen. Danach die Frühlingszwiebeln entfernen, das Pesto unterrühren und die Erbsenmasse pürieren. Anschließend nochmal abschmecken und schon ist die Suppe fertig.

Zutaten für 1 kleines Kartoffelbrot:

150 Gramm Kartoffeln
150 ml des Kartoffelwassers
400 Gramm Mehl Typ 550
1 TL Salz
7 Gramm Trockenhefe
1/2 EL griechischer Joghurt

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen und gar kochen. Das Kochwasser anschließend nicht ausgießen sondern 150 ml beiseite stellen. Die Kartoffeln mit dem Kartoffelstampfer in einer großen Schüssel zerdrücken und 300 Gramm Mehl, das Salz und die Hefe hinzugeben. Alles gut miteinander verkneten und dann den Joghurt und das Kartoffelwasser untermischen. Den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und dann geht es los. Kräftig für mindestens zehn Minuten durchkneten. Der Teig ist etwas klebriger als normaler Brotteig. Sollte der Teig aber zu „anhänglich“ sein nach und nach bis zu 100 Gramm Mehl hinzugeben. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und entweder über Nacht an einem kühlen Ort oder an einem warmen Ort für eine Stunde gehen lassen.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und mit einem kräftigen Schlag die Luft aus dem Teig schlagen (gut für den Stressabbau) und eine Minute kneten. Den Teig zu einem Laib formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Mit dem Tuch abdecken und eine halbe Stunde gehen lassen, währenddessen den Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Wenn der Teig etwa die doppelte Größe erreicht hat das Tuch entfernen und das Brot 20 Minuten backen. Anschließend die Temperatur auf 190 Grad zurückschalten und für weitere 10 Minuten backen. Ob das Brot fertig ist lässt sich sehr einfach feststellen. Einfach auf die Unterseite klopfen. Wenn der Ton hohl klingt ist das Brot fertig.

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