Februar 19, 2012
mandarinenfalter

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Nigella und ich V – Schokoladen Macarons

Macarons sind hübsch und Macarons sind lecker, aber Macarons sind eine heikle Angelegenheit. Bislang hatte ich mich noch nie an eines der Rezepte herangetraut, sondern immer nur aus der Ferne bewundert, bin darum herumgeschlichen und habe mich wieder abgewandt. Warum? Na ja… die meisten Macarons Rezepte sind doch recht entmutigend und beginnen in etwa folgendermaßen: Wiegen Sie 35,389 Gramm Eiweiß aus dem Ei eines Huhns, das an einem 29.Februar geboren wurde, der auf einen Sonntag fiel, ab. Blanchieren Sie Mandeln um Mitternacht, ziehen Sie die Haut mit Ihren Fingern ab, vermeiden Sie jegliche Verwendung von technischen Hilfsmitteln und singen Sie dabei: Ohm Shakra Ohm… Möglicherweise (aber wirklich nur vielleicht) ist diese Darstellung leicht übertrieben, aber das sortieren wir entspannt unter dem Stichwort „italienische Zahl“ bzw. „ausgeprägte Fantasie“ weg und schreiten ohne Bedauern weiter.

Zum Glück hat auch Nigella ein Macarons-Rezept. Oder Macaroons, wie die Engländer die kleinen schaumigen Träumchen nennen. Da Nigella jede Form von Schnickschnack beim backen vermeidet, wiegt sie ihre Eiweisse selbstverständlich nicht ab. Deshalb werden die Macarons nicht ganz so hübsch, wie man es in Frankreich in den Schaufenstern der Confisserien sehen kann, aber sie schmecken sehr gut. Innen weich und zart und außen schön knusprig. Der einzige Rezeptteil mit dem ich bei Nigella wie immer überhaupt nicht klarkomme ist die Ganache. Daher bemühe ich mal wieder Jana´s Künste und das Ergebnis überzeugt auf der ganzen Linie. Und hier ist das Ergebnis dieser Nigella/Jana Fusion:

Zutaten für 20 Macarons:

250 Gramm Puderzucker
125 Gramm gemahlene Mandeln
25 Gramm Kakaopulver
4 Eiweiß
25 Gramm Zucker
200 Gramm Schokolade (Vollmilch)
40 ml Sahne
1 Spritzbeutel

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und 1 Backblech mit Backpapier bereitstellen. Den Puderzucker und die Mandeln mit dem Mixer noch feiner zermahlen, mit dem Kakao vermischen und anschließend gründlich durch ein Küchensieb streichen. Am Ende sollte die Konsistenz puderähnlich sein. Die Eiweiße schlagen. Wenn die Masse weiß wird den Zucker zufügen und so lange schlagen bis das Eiweiß steif ist und in glänzenden Spitzen stehen bleibt. Sehr vorsichtig die trockenen Zutaten unter das Eiweiß heben.

Mit dem Spritzbeutel kleine Macarons (5 cm Durchmesser) auf das mit Backpapier ausgelegte Blech spritzen. Die Macarons nehmen von allein eine schöne Kreisform an… zum Glück. Zwischen den Macarons etwas Abstand lassen, sie gehen beim Backen etwas auseinander. Danach für ca. 20 Minuten beiseite stellen. Die Macarons müssen etwas ruhen, damit sich eine Haut bilden kann. Dass macht sie später außen knusprig und innen weich und fluffig.

Inzwischen die Ganache vorbereiten. Die Sahne erwärmen und die Schokolade schmelzen. Beides gut miteinander verrühren bis eine glatte Masse entstanden ist. Zum Abkühlen beiseite stellen. Die Macarons in den Backofen schieben (mittlere Schiene) und 12 Minuten backen. Im Anschluß die Gebäckstückchen mitsamt dem Backpapier vom Blech ziehen und auf einer möglichst kalten Unterlage ca. 5 Minuten auskühlen lassen. Erst danach vom Backpapier ziehen, sonst bleibt die Hälfte der Macarons daran kleben. Die gekühlte Ganache mit einem Löffel auf die Unterseite eines Macaron streichen und einen zweiten darauf setzen. Einmal beide Macaronshälften gegeneinander verdrehen, so dass sich die Ganache besser verteilt und es hübscher aussieht. Voilá… un délice…

Rezept: Nigella Lawson

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6 thoughts on “Nigella und ich V – Schokoladen Macarons

  1. Also ich fand sie hübsch UND lecker und werde die letzten beiden später noch essen 😉
    Danke!

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  2. Vielen Dank! Das freut mich.

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  3. Ich fand sie auch hübsch UND lecker. Allerdings ist unterm Strich dann ja LECKER doch um einiges wichtiger als HÜBSCH!!!

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  4. Ich wünschte, Du würdest endlich aufhören, diese wunderbaren delikaten Gebäckteile als „nicht so hübsch wie sie gehören“ zu denunzieren!
    Die waren sehr schön und sehr lecker… So schokoladig, saftig und ein kleines bisschen knusprig… Und in wunderhübscher Präsentation :-))

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