Februar 15, 2012
mandarinenfalter

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Knuspriges Ofenhuhn oder… sie nannten mich den Schläfer

Ich bin ein sehr guter Schläfer. Wirklich. Bei den meisten anderen Menschen scheint der Einschlafvorgang so abzulaufen, dass sie sich auf ihre Liegestatt begeben, vielleicht noch ein Viertelstündchen lesen und danach etwa zwanzig Minuten bis eine halbe Stunde wach liegen, möglicherweise den Tag Revue passieren lassen und dann erst einschlafen. Das ist bei mir nicht so: Ich gehe ins Bett, lösche das Licht, mein Kopf berührt das Kopfkissen, ich schließe die Augen und… Schwärze. Ich kann mich an 99 von 100 Morgen nicht mehr daran erinnern, dass ich nach der Kopf-berührt-Kissen Sache auch nur noch einen halben Gedanken hatte. Es gibt demnach zwei Möglichkeiten: Entweder ich bin ein sehr guter Schläfer oder meine Gedanken vor dem Einschlafen sind derart langweilig, dass ich sie bis zum nächsten Morgen bereits wieder verdrängt habe. In den besagten 99 von 100 Nächten wache ich auch nach dem Blitz-Einschlafvorgang auch nicht auf bis mich am sehr frühen Morgen der Wecker grausam aus dem Schlaf reißt.

Aber selbst mir als bekennendem Mathe-Krüppel ist klar, dass zwischen 99 und 100 noch eine Nacht fehlt. Und dass ist das Problem… Heute ist zum Beispiel eine solche Nacht. Ich wache also auf, verwirrt, irritiert und leicht benommen… greife zu meinem Wecker und erstarre: 03:30 Uhr… Mist… Und in diesem Augenblick ist mir bereits klar, dass ich in dieser Nacht nicht mehr schlafen werde. Denn obwohl ich der weltbeste Schläfer bin… wenn ich erstmal wach bin, kann ich nur sehr selten noch einmal einschlafen. Also… ich bin wach. Und natürlich könnte ich jetzt mit meinem Schicksal hadern. Darüber nachdenken, dass ich diesen Arbeitstag mit Streichhölzern in den Augen verbringen werde. Oder ich freue mich über die unerwartete Freizeit und schreibe einen Blogeintrag. Wie man sieht, habe ich mich für die zweite Variante entschieden. Und darum kommt jetzt: Das knusprige Ofenhuhn. Es ist ein extrem simples Rezept, aber das Fleisch wird ganz zart und saftig und die Haut schön kross. Und das alles nur, weil ich heute Nacht nicht der Schläfer sondern der Nicht-Schläfer war…

Zutaten für 4 Personen:

1 Huhn von 1,5 Kilogramm
2 Knoblauchzehen
100 Gramm Butter
Paprikapulver, rosenscharf
Salz

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 – 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Huhn waschen, trockentupfen und in eine feuerfeste Auflaufform geben. 60 Gramm der Butter schmelzen und mit Paprika und Salz würzen. Die übrige Butter und den Knoblauch in kleine Stücke schneiden. Die Haut des Huhns an mehreren Stellen einritzen und jeweils etwas Butter und ein Stück Knoblauch unter die Haut schieben. (Wenn ich das jetzt so durchlese, klingt das tatsächlich etwas Hannibal-Lecter-mäßig, aber was solls… wer gut essen will, muss eben durch manches durch…).  Die Butter-Gewürzmischung gleichmäßig mit einem Pinsel auf dem gesamten Huhn verstreichen. Ungefähr 75 Minuten im Backofen garen. Und schon ist ein sehr leckeres und knuspriges Huhn fertig. Das nächste Mal werde ich das Huhn noch mit frischen Kräutern füllen… wird bestimmt auch sehr gut.

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8 thoughts on “Knuspriges Ofenhuhn oder… sie nannten mich den Schläfer

  1. Perfekt. Ich will auch bald ein ganzes Huhn in den Backofen schieben und wollte mich demnächst auf die Suche nach einem guten Rezept machen. Aber das bleibt mir jetzt erspart. Also: Danke!

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  2. Ich habe schon zwei Rezepte deines Blogges nachgekocht ;-).
    Während des lesens deines neusten Beitrag, dachte ich kurzfristig du hättest nachts um 3:30 Uhr ein Brathähnchen gekocht. Aber das machst selbst du nicht. Oder?

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  3. Jawohl, den Zwiebelkuchen, die Cookies mit Schokostückchen und deine Salatsoße. Hat alles hervorragend geklappt!

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  4. Eine kleine Anmerkung noch:
    Nach rund 45 Minuten wurde das Hähnchen in der Auflaufform gewendet und nochmals von allen Seiten mit einer Butter/Paprika/Salz-Mischung eingepinselt.

    Die Menge an Butter muss also auf rund 160g erhöht werden.
    60g beim ersten Einpinseln, 60g beim zweiten Einpinseln und die restlichen 40g sind unter die Haut gegangen! 😉

    Ach ja: Beim Salz und bei der Paprikawürze nicht sparsam sein.
    Damit die Haut später schön würzig schmeckt, kann da ruhig eine sehr großzügige Menge verwendet werden.
    Eine kleine Portion Pfeffer und Knoblauchpulver kann, je nach Geschmack, auch noch genommen werden!

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