Februar 4, 2012
mandarinenfalter

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Joghurt, Honig, Frucht… Dreisprung für die Zunge

We´re Adults. When did that happen? And how do we make it stop?

Als Kind sieht man die Welt mit anderen Augen. Ich war früher fest davon überzeugt, dass es eine Socke für den linken und eine Socke für den rechten Fuß gibt und jede Verwechslung zu den schlimmsten Konsequenzen für meine unteren Extremitäten geführt hätte. Ich pflegte den unbeirrbaren Glauben, dass man seine Haare zunächst mit der Spülung behandeln musste und erst danach das Shampoo zum Zuge kam. Man kann sich mein Erstaunen vorstellen als ich irgendwann über die tatsächliche Reihenfolge aufgeklärt wurde. Die Sommerferien erstreckten sich über einen Zeitraum von ungefähr 30 Wochen und wenn ich an meinem Geburtstagsmorgen die Augen aufschlug, glaubte ich vor lauter Glücksgefühl in meinem Bauch zu platzen.

Aber die Zeiten ändern sich. Mein heißgeliebter Nachtisch von damals (Schokoladenpudding aus dem Becher) verschafft mir leider nicht mehr die gleichen Höhenflüge. Ich kann ihn auch heute noch essen, aber jetzt betrachte ich die wabbelige Masse aus Gelatine und Geschmacksverstärkern mit ganz anderen Augen… auf geheimnisvolle Art und Weise hat sich auch der Geschmack völlig verändert. Manchmal ist es schade, dass man die Dinge nicht mehr so sieht wie als Kind: „Hey! Pudding! UND noch mit Schokolade! Mein Leben ist vollkommen.“ Das traurige Schicksal des Puddings teilt übrigens auch Fruchtjoghurt. Oder um genauer zu sein, Joghurt zum selbstmischen. Die Becher, in denen sich unten die Fruchtmasse befindet und darauf der Joghurt. Und bevor man das Ganze essen kann, muss man aktiv werden und alles gründlich miteinander vermengen. Ich fand diesen Vorgang als Kind absolut faszinierend und wenn ich ehrlich bin, geht es mir heute noch immer so. Um als Selbstmischer aktiv zu bleiben und trotzdem etwas zu essen, was mir schmeckt, habe ich selbst zum Kochlöffel gegriffen. Das ist der Vorteil des Erwachsenendaseins… man kann Dinge selbst in die Hand nehmen und trotzdem im Herzen ein Stück der Kindheit bewahren.

Zutaten für 2 Gläser:

100 Gramm Frucht
400 Gramm Naturjoghurt
2 – 3 EL Honig
1 gehäufter TL Maisstärke
1 TL Wasser
1 Prise Salz

Zubereitung:

Die Früchte in einen Topf geben. Ich habe gemischtes TK-Beerenobst verwendet, aber ich könnte mir auch sehr gur Mango-Maracuja vorstellen oder Apfel…. Mit dem Salz und einem EL Honig erhitzen bis die Masse anfängt zu blubbern. Immer schön rühren, damit nichts anbrennt. In der Zwischenzeit die Maisstärke mit dem Wasser vermengen und alles verrühren bis sich die Maisstärke aufgelöst hat. Zu den blubbernden Früchten geben und ca. 5 Minuten unter ständigem Rühren köcheln. Am Ende sollte die Fruchtmasse nicht mehr milchig aussehen, sondern eine schöne Farbe haben. Im Anschluß die Masse in zwei Gläser abfüllen und zum abkühlen beiseite stellen. Den Naturjoghurt mit einem weiteren EL Honig (oder auch gern etwas mehr) gründlich vermischen. Wenn die Fruchtmasse vollständig abgekühlt ist, den Joghurt darauf geben. Die Gläser halten sich verschlossen einige Tage im Kühlschrank. Und wenn man den Joghurt irgendwann genießen will, vorher gründlich durchrühren, zurücklehnen und an die Kindheit denken…

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