Januar 21, 2012
mandarinenfalter

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A Cookie a day keeps the doctor away… Chocolate Chip Cookies Deluxe

Ich beobachte sehr gern Menschen. Und da sich dieser Satz etwas seltsam anhört: Ich meine damit nicht, dass ich durch die Nacht schleiche und arglosen friedlichen Bürgern in ihre Schlafzimmerfenster starre. Aber wenn man in der Stadt unterwegs ist und einmal Zeit hat, sich für zehn Minuten hinzusetzen, dann wird die interessantesten Dinge beobachten und sich die lustigsten Fragen stellen. Das geht dann folgendermaßen:

– Oh je, warum weint das kleine Mädchen da drüben denn? Ah, ich sehe schon. Die Mutter will ihr das Eis nicht kaufen. Vielleicht ist sie eine Gegnerin von weißem Zucker…

– Warum joggt der Mann in Radlerhosen durch die Fußgängerzone? Männer sollten sich überlegen, ob sie wirklich hautenge Beinkleider tragen sollten. Und warum joggt er überhaupt? Er ist doch sowieso schon viel zu dünn… jemand sollte ihm etwas zu essen geben…

– Aaaaah ja: Dieses Jahr trägt man wieder xyz… Ob mir das wohl auch stehen würde?

– Die Frau in dem roten Mantel sieht richtig glücklich aus. Bestimmt hat sie gerade ein paar schöne Gedanken. Vielleicht irgendetwas Bedeutsames. Ein großartiger, philosophischer Gedankengang… vielleicht freut sie sich aber auch nur darüber, dass sie gerade drei Pakete Butter im Sonderangebot gekauft hat.

Die allerbesten Beobachtungen dieser Art lassen sich an zwei Orten tätigen. Zum einen am Flughafen (wo man nicht nur einfach Menschen, sondern Menschen aus vielen verschiedenen
Ländern beobachten kann) und zum anderen im Fitness-Studio. Man könnte ganze Bücher über die herrlichen Beobachtungen schreiben, die einem dort gelingen.

Beispielsweise heißt es ja immer, dass Frauen gern zu zweit auf die Toilette gehen. Nun, wenn das wahr ist, dann gehen Männer aber mindestens genauso gern zu zweit ins Fitness-Studio. Ist aber auch logisch: Einer muss sich an das entsprechende Gerät hängen, während der Zweite ein Höchstmaß an verbalen Ermutigen ausstößt.

Mann 1 (brüllend): Du schaffst das, du schaffst das. Go Go Go. Nur noch drei Wiederholungen.

Mann 2 (stöhnend und Gewichte stemmend): Ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr.

Mann 1 (noch lauter brüllend): Doch du schaffst das. Nur noch drei Wiederholungen (offensichtlich bleibt es immer bei „nur noch drei Wiederholungen“). Stell dich nicht so an. Go Go Go. Schmerz ist nur Schwäche, die deinen Körper verlässt…

Beim letzten Satz bin ich vor Lachen übrigens fast von der Bank gefallen.

Was hat das jetzt alles mit Cookies zu tun? Alles und Nichts. Ich beobachte gern Menschen, weil Menschen interessant sind und weil alle diese Menschen irgendeine Geschichte haben. Und wenn ich diese Menschen und einen kleinen (winzig kleinen) Teil ihrer Geschichte sehe, dann denke ich auch immer an meine „eigenen“ Menschen. Meine Familie und meine Freunde. Also an mein Zuhause. Und Zuhause wiederum bedeutet auch gutes Essen, warmen Kuchen und leckere Cookies.

Es gibt verschiedene Meinungen, was gute Cookies betrifft. Manche mögen Cookies gern klein und knusprig und andere lieben Cookies eher mit feucht-krümmeliem Kern und so groß wie ein Handteller. Dieses Rezept ist eher für die zweite Fraktion gedacht. Für alle, die große zarte, weiche Cookies mit Schokoladenstückchen lieben. Und los…

Zutaten für 20 – 25 Cookies:

170 Gramm sehr weiche Butter
170 Gramm brauner Rohrzucker
50 Gramm Zucker
1 Ei
1 TL Vanille-Extrakt
240 Gramm Mehl
2 TL Speisestärke
1 TL Natron
1 Prise Salz
170 Gramm Zartbitterschokolade

Zubereitung:
Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Zucker und die Butter zusammen in eine Schüssel geben und cremig aufschlagen. Das Ei und den Vanilleextrakt zugeben und gründlich vermischen. Mehl, Stärke, Natron und Salz miteinander vermengen und unter die Buttermasse heben. Die Schokolade in Centgröße Stücke zerteilen (Am Besten steckt man die Schokolade in einen Gefrierbeutel und bearbeitet ihn dann mit einem Nudelholz) und ebenfalls mit dem Teig vermischen.

Mit zwei Teelöffeln kleine Mengen des Teigs abnehmen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Dabei zwischen den einzelnen Roh-Cookies genügend Abstand lassen. Auf der mittleren Schiene 8 – 10 Minuten backen, bis die Cookies and den Rändern ganz leicht goldbraun werden. Auf keinen Fall länger als zehn Minuten backen, die Cookies härten noch nach.

Die Cookies auf dem Backblech fünf Minuten auskühlen lassen, bevor man sie herunter nimmt. Und wenn man das hinbekommt… nicht alle auf einmal essen.
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